Mann soll sich mit Bombe verschanzt haben

Geiselnahme in Berliner Bank

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die Polizei ist vor Ort

Berlin - Ein Unbekannter hat am Freitagnachmittag eine Bankfiliale in Berlin-Zehlendorf überfallen und eine Geisel genommen. Angeblich droht er damit, das Geldinstitut in die Luft zu sprengen.

Er habe Geld und freies Geleit gefordert, sagte ein Polizeisprecher am Ort des Geschehens. Einem Bericht der „Berliner Morgenpost“ zufolge soll der Gangster im Besitz einer Bombe sein und gedroht haben, das Gebäude in die Luft zu sprengen. Den Bericht wollte der Sprecher unter Verweis auf den laufenden Einsatz vorerst nicht kommentieren.

Der Täter war gegen 16.00 Uhr in die Filiale eingedrungen. Andere Mitarbeiter der Bank konnten über einen Notausgang fliehen, wie der Sprecher sagte. Es sei derzeit noch unklar, ob es eine von langer Hand geplante Tat war. Möglicherweise habe der Mann auch nicht von vornherein beabsichtigt, Geiseln zu nehmen.

Die Identität des Täters war zunächst nicht bekannt. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll es sich bei dem Täter um einen Deutschen handeln. Er wird als Ende zwanzig und von kräftiger Statur beschrieben. Er soll eine Million Euro fordern, erfuhr die Zeitung.

Gegen 18.00 Uhr hatten die Einsatzkräfte bereits zweimal Kontakt zu dem Täter aufgenommen, wie der Sprecher mitteilte. Die Deutsche Bank wollte sich selber zu den Ereignissen vorerst nicht äußern.

Vielbefahrene Straße großräumig abgesperrt

Das Gebäude in der Potsdamer Straße wurde weiträumig abgesperrt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und bereitete sich auf einen längeren Einsatz vor. Spezialeinheiten sicherten am frühen Abend die Umgebung. Auch Hunde waren im Einsatz. Die sonst vielbefahrene Straße wurde weiträumig abgesperrt. Es entstand ein Stau. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) meldeten erhebliche Beeinträchtigungen für die Buslinien M48, M11, X10, 285, 101, 112 und 115.

Zuletzt hatte in Berlin im April 2003 ein Geiselnehmer einen Linienbus nach einem Banküberfall im Stadtteil Schöneberg in seine Gewalt gebracht.

dapd

Zurück zur Übersicht: Deutschland

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser