Gekündigt wegen eines Schluckes O-Saft

Baden-Baden - Die Serie kurios anmutender Kündigungsfälle in Deutschland reißt nicht ab. Das DRK soll für die Kündigung einer Putzfrau gesorgt haben, weil die einen Schluck O-Saft getrunken haben soll.

Eine 32-jährige Baden-Badenerin hat ihren Arbeitsplatz als Putzfrau verloren - und das wegen eines Streits um eine Flasche. Die Frau klagt dagegen. Sie behauptet, sie habe nach ihrem Putzdienst beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) lediglich einen Schluck aus einer bereits offenen Flasche Orangensaft genommen.

Der DRK-Blutspendedienst hält dagegen, sie habe eine noch verschlossene Flasche Mineralwasser mit nach Hause genommen. Daraufhin kündigte ihr das Reinigungsunternehmen, für das sie putzte. Das Arbeitsgericht Karlsruhe bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte.

Erst kürzlich hatte die fristlose Kündigung der Berliner Kassiererin “Emmely“ für Aufsehen gesorgt. “Emmely“ hatte nach 31 Jahren ihre Stelle in einem Supermarkt verloren, weil sie zwei liegengebliebene Pfandmarken für 1,30 Euro eingelöst hatte. Sie klagte sich durch alle Instanzen. Die höchsten Arbeitsrichter hatten in ihrem Fall darauf verwiesen, dass “eine einmalige Verfehlung“ nicht in jedem Fall den “erworbenen Vertrauensbestand“ nach langer Betriebszugehörigkeit aufbrauche.

dpa

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