GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres

Gruppenkuscheln mit Pinguinen

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GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres

Makrelen, die durchs Korallenriff jagen oder Pinguine, die zum Schutz gegen Kälte kuscheln. Jetzt wurden die besten Naturfotografen Europas und ihre spektakulären Bilder gekürt.

In schwindelerregendem Tempo jagen Makrelen durch ein Korallenriff, Pinguine kuscheln sich zum Schutz gegen die Kälte eng aneinander und ein breit grinsender Clownfisch zeigt seine kraftvollen Kiefer: Auch in diesem Jahr sind die faszinierenden Bildwelten aus dem Wettbewerb „GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres“ der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen in sieben Bahnhöfen bundesweit zu bestaunen (www.gdtfoto.de).

Unterstützt wird die Ausstellung von den Geschäften der Bahnhöfe, die eine Auswahl der prämierten Bilder ihren Kunden und Besuchern im Bahnhofsgebäude präsentieren. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellungstermine sind:

• Karlsruhe Hbf. 3. März bis 16. März 

• Berlin Ostbahnhof 19. März bis 3. April

• Kassel Hbf. 27. April bis 11. Mai

• Frankfurt Hbf. 23. Mai bis 05. Juni

• Köln Hbf. 22. Juli bis 3. August

• Halle Hbf. 12. September bis 26. September 

• Düsseldorf Hbf. 3. November bis 12. November

Unterwasserbild

Mehrere Nächte in Folge stieg Dr. Alexander Mustard wieder und wieder ins kühle Nass eines Korallenriffs um das beeindruckende Jagdspiel der Blaurücken-Stachelmakrelen festzuhalten. Endstanden ist ein mythisch anmutendes Bild, das die verschlungenen Schwimmbewegungen der Jäger und ihrer Beutetiere im nur leicht erhellten Dunkel des Wassers in weißen Schlieren festhält.

Um die schnellen Bewegungen der Fische überhaupt sichtbar machen zu können, experimentierte der preisgekrönte Meeresbiologe Mustard mit Unterwasser-Videolicht und langen Belichtungszeiten. Sein Siegerbild „Night moves – Spuren in der Nacht“ setzte sich gegen 16.500 eingereichte Arbeiten von Fotografen aus 32 Ländern durch. Erstmals gewann damit eine Fotografie aus der Kategorie „Unter Wasser“.

Der Wettbewerb

Der Wettbewerb „Europäischer Naturfotograf des Jahres“ wird jährlich durch die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen ausgerichtet und wurde zum 13. Mal veranstaltet. In acht Kategorien (Vögel, Säugetiere, Andere Tiere, Pflanzen und Pilze, Landschaften, Unter Wasser, Mensch und Natur, Atelier Natur) sowie dem „Fritz Pölking Preis“ und dem „Fritz Pölking Nachwuchspreis“ können Arbeiten von Amateur- und Profifotografen aus ganz Europa eingereicht werden. Schirmherrin des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Beate Jessel vom Bundesamt für Naturschutz (BfN).

Jedes Bild eine Geschichte

Die Faszination der gezeigten Fotografien liegt auch in ihren so unterschiedlichen Entstehungsgeschichten. Oftmals brauchte es mehrere Anläufe, viel Geduld und eine exakte Planung bis die Fotografen genau im richtigen Moment den Finger am Auslöser hatten. Aber auch kreative Ideen und fotografisches Können überzeugen in den teils märchenhaften, teils sehr dynamischen Bilderwelten, die nun in den jeweiligen Bahnhofshallen zu sehen sind.

So harrte der deutsche Naturfotograf Stefan Christmann an seinem Geburtstag Anfang Oktober bei Temperaturen um die -30 Grad bei einer Gruppe Kaiserpinguine aus. Als sich plötzlich die Jungtiere zum Schutz gegen die Kälte zum „Huddlen“ zusammenfanden, entstand Christmanns Fotografie „Gruppenkuscheln“.

Seine Inspiration zu dem Motiv „Brennendendes Blatt“ fand der Italiener Marco Colombo hingegen im Schlaf. Er träumte davon, wie er ein bestimmtes Bild aufnahm und machte sich nach dem Aufwachen gleich ans Werk: Sein morgendliches Foto zeigt einen Weberknecht auf einem vom Licht entflammten Blatt.

Es sind faszinierende Natur- und Tier-Fotografien, aber die Bilder des Spaniers Daniel García Pelillo und der Ungarin Dorottya Géczy wirken eher wie kunstfertige Gemälde. Inspiriert durch die Tradition japanischer Malerei verwendete Pelillo für sein Bild „Blaumeise und Schlehe“ die Hochgeschwindigkeitsfotografie um den Vogel auf einem blühenden Schlehenzweig zu fotografieren.

Géczy hingegen machte zahlreiche Aufnahmen einer knorrigen, gekrümmten Trauerweide und nutzte dabei die unterschiedlichen Belichtungsfunktionen ihrer Kamera. Später fügte sie eine Total- und eine Nahaufnahme des Baumes zusammen und verlieh dem Fotomotiv so eine impressionistische Wirkung.

GDT Europäischer Fotograf des Jahres 2013

Der Katalog zur Ausstellung „GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2013“ ist im Bahnhofsbuchhandel erhältlich.

Weitere Informationen über www.einkaufsbahnhof.de

Pressemitteilung UGW

Quelle: rosenheim24.de

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