Gewalt gegen Polizisten: Neonazi-Demo aufgelöst

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Hunderte Teilnehmer einer Neonazi-Demo lieferten sich in Leipzig eine Auseinandersetzung mit der Polizei.

Leipzig - Wegen Gewalt gegen Einsatzkräfte hat die Polizei in Leipzig am Nachmittag eine Demonstration von etwa 1.200 Rechtsextremisten aufgelöst.

Es habe auch Festnahmen gegeben, sagte ein Polizeisprecher der AP. Über die Zahl der Festnahmen und mögliche Verletzte konnte er zunächst keine Angaben machen. Weiter teilte die Polizei mit, es sei auch zu Steinwürfen gegen Beamte gekommen. Ob diese von Rechtsextremisten oder gewalttätigen linken Gegendemonstranten ausgegangen seien, werde noch ermittelt.

Die Neonazis waren aus ganz Deutschland nach Leipzig gekommen. Zunächst hatte die Polizei von 1.400 Rechtsextremisten gesprochen. Etwa gleich viele Menschen beteiligten sich an einer Gegenkundgebung. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften im Einsatz. D

ie Rechtsextremisten wollten durch die Stadt zum Hauptbahnhof ziehen. Der für Mittag geplante Beginn des Demonstrationszugs verzögerte sich, unter anderem wegen scharfer Personenkontrollen. So wurde laut Polizei geprüft, ob die Teilnehmer gefährliche Gegenstände mit sich führten.

Nach Krawallen in der Nacht war es schon vor Beginn der Demonstration vereinzelt zu Zwischenfällen gekommen. Autonome hätten mit Steinen Fensterscheiben eingeworfen, teilte die Polizei mit. In der Nacht hatten den Angaben zufolge im Stadtteil Connewitz rund 200 Personen des linken Spektrums Straßensperren errichtet und Müllcontainer in Brand gesteckt. Polizisten wurden mit Flaschen und Steinen beworfen, sieben Einsatzwagen beschädigt und drei Privatwagen angezündet. Die Polizei nahm sechs Personen in Gewahrsam.

dpa

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