Bomben-Explosion: Weiter Absperrungen

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Göttingen - Nach der Detonation einer Weltkriegsbombe in Göttingen, bei der drei Menschen ums Leben kamen, bleibt der Explosionsort gesperrt. 

Ein Bereich 300 Meter um den Unglücksort sei zur Sicherheit noch abgeriegelt, teilte die Polizei mit. Von der Sperrung seien Firmen und Schulen betroffen. Die Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten, konnten dagegen in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren.

Am späten Dienstagabend war eine Zehn-Zentner-Bombe bei den Vorbereitungen zur Entschärfung explodiert. Drei Spezialisten kamen ums Leben, sechs weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Am Vormittag wollen die Behörden weitere Details über das Unglück bei einer Pressekonferenz mitteilen.

Sehen Sie hier die ersten Bilder vom Unglücksort

Drei Tote bei Bombenexplosion in Göttingen

Die mit einem Säurezünder ausgerüstete Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war auf dem Göttinger Schützenplatz in sieben Metern Tiefe entdeckt worden. Etwa eine Stunde vor der geplanten Entschärfung habe es gegen 21.30 Uhr eine Explosion gegeben, sagte Johannson. Zu diesem Zeitpunkt habe niemand an der Bombe gearbeitet.

Schnelle Informationen aus Göttingen, aber auch viele unbestätigte Gerüchte, kann man via Google bei Twitter nachlesen.

Zeugen berichteten, die Detonation sei so heftig gewesen, dass der Knall noch in einigen Kilometern Entfernung zu hören gewesen sei. Die Evakuierung von rund 7000 Einwohnern, die im Umkreis von einem Kilometer um den Bombenfundort wohnen, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht endgültig abgeschlossen.

Wodurch die Explosion verursacht wurde, konnte Stadtsprecher Detlef Johannson am Abend noch nicht sagen. In Göttingen kursierende Gerüchte, eine Gasleitung sei explodiert, bestätigte er nicht. In einiger Entfernung zum Bombenfundort verlaufe zwar eine größere Gasleitung. Nach Angaben der Stadtwerke habe es aber keinen Druckabfall gegeben, so dass eine Gasexplosion auszuschließen sei.

Fachleute von Polizei und Feuerwehr waren am späten Abend noch dabei, den Explosionsort genauer zu untersuchen.

Bereits eine Bombe entschärft

Das Technische Hilfswerk (THW) in Göttingen berichtet auf seiner Internetseite von einem weiteren Bombenfund in der vergangenen Woche. Auch der Blindgänger lag seit dem zweiten Weltkrieg unter dem Schützenplatz. Gefunden wurde er, weil dort eine neue Turnhalle gebaut werden soll, und das Gelände nach Blindgängern und Munitionresten abgesucht wurde.

Die Stelle ist bekannt als Einflugschneise der Alliierten im Krieg, die den Bahnhof angreifen wollten. Mit dem Fund der zweiten Bombe, die nun explodierte, wurde laut THW schon vergangenen Woche gerechnet.

dpa/ja

Quelle: rosenheim24.de

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