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Gefährliche Flucht

Nach gefährlicher Verfolgungsjagd: Krimineller flieht aus Polizeigewahrsam

Gronau
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Nahe Gronau im Münsterland lieferte sich ein Krimineller eine wilde Verfolungsjagd mit Zollbeamten.

Wilde Verfolgungsjagd an der niederländischen Grenze: Als Zollbeamte einen Autofahrer anhalten und kontrollieren wollen, tritt der plötzlich auf's Gas – denn er ist bereits auf der Flucht vor der Polizei. Am Ende entwischt er den Beamten trotz Festnahme.

Update: 23. Januar, 10.55 Uhr: Nach der wilden Verfolgungsjagd am Dienstag gibt es nur einen Tag später Neuigkeiten in dem Fall: Der festgenommene Kriminelle flüchtete gegen 5 Uhr morgens aus der Polizeiwache in Gronau. Wie der Mann aus dem Gewahrsamstrakt und der Polizeiwache in Gronau entkommen konnte, ist derzeit noch nicht klar. Aus Neutralitätsgründen ist das Polizeipräsidium Münster mit der Untersuchung beauftragt worden. Nach bisherigem Stand habe der Mann bei seiner Flucht niemanden verletzt oder etwas beschädigt.

Erstmeldung 

Gronau – Am Dienstag (22. Januar) ereignete sich kurz hinter der niederländischen Grenze in Westfalen eine gefährliche Verfolungsjagd: Gegen 13 Uhr hatten Zollbeamte auf einem Parkplatz an der B54 einen Autofahrer (48) in einem weißen Fiat 500 angehalten. Als sie ihn kontrollieren wollten, trat der Mann jedoch plötzlich auf's Gas und raste mit hohem Tempo davon, wie msl24.de* berichtet.

Gefährliche Verfolungsjagd bei Gronau: Fiat-Fahrer drängt Zollbeamte ab

Der Autofahrer flüchtete in Richtung A31. Die Zollbeamten nahmen die Verfolgung auf. Der Flüchtige hinderte die Beamten jedoch beim Überholen – auch, indem er auf die Gegenfahrbahn lenkte. Als die Fahrbahn an einer Stelle dreispurig wurde und die Zollbeamten zum Überholen ansetzte, lenkte der Fiat-Fahrer plötzlich nach links, um das Zollfahrzeug von der Fahrbahn abzudrängen. Die Fahrerin des Wagens konnte gerade noch rechtzeitig abbremsen, um einen Crash im Gegenverkehr zu vermeiden.

Flucht bei Gronau endet beinah im Crash

An der Ausfahrt Gronau-Ost fuhr der Flüchtige dann entgegen der Fahrtrichtung ab und fuhr weiter Richtung Grenze. Dort auf der Straße hatte sich ein Rückstau gebildet – doch das hielt den Mann nicht auf: Er raste weiter und versuchte, zwischen der Fahrzeugschlange und der Schutzplanke durchzukommen. Dabei rammte er einen Kleintransporter sowie die Planke. 

Als der Mann dort nicht weiterkam, konnten die Zollbeamten den Raser endlich stoppen und aus dem Fahrzeug holen. Als sie dann seine Personalien überprüften, war auch schnell klar, warum der Mann geflüchtet war.

Verfolgungsjagd bei Gronau endet mit Festnahme

Bei der Überprüfung der Personalien des Mannes machten die Zollbeamten bei Gronau eine erstaunliche Entdeckung: Zum einen war der von ihm gefahrene Fiat in den Niederlanden gestohlen worden. Zum anderen lagen gegen den Mann mit polnischer Staatsangehörigkeit zwei Haftbefehle vor: ein Vollstreckungsbefehl der Staatsanwaltschaft Hamburg mit 670 Tagen Restfreiheitsstrafe wegen Hehlerei, Betruges, Urkundenfälschung und Raubes sowie ein Abschiebungsbefehl des Ausländeramtes Hamburg.

Außerdem fanden die Beamten aus Gronau neben gestohlenen Kennzeichen auch Einbrecherwerkzeug und einen Joint im gestohlenen Fiat. All dies wurde von den hinzugerufenen Polizisten sichergestellt. Sie verhafteten den 48-Jährigen an Ort und Stelle. Bei der Verfolgungsjagd hatte der Mann einen Sachschaden von etwa 13.000 Euro verursacht. Glücklicherweise wurde niemand dabei verletzt.

Ein Vorfall im westfälischen Lienen schockierte ebenfalls die Polizei: Dort hatte ein Mann randaliert – und dann eine Glasflasche auf dem eigenen Kopf zerschlagen. Und in Gronau stoppten vor Kurzem zwei mutige Kunden einen bewaffneten Tankstellenräuber, wie msl24.de* berichtet. Dieser hatte zuvor eine Angestellte bedroht.

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.