Die „grüne“ Auto-Schau

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Der Vorstandsvorsitzende von Daimler, Dieter Zetsche, präsentiert am Dienstag, 15. September, am ersten Pressetag der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt den neuen Mercedes S 500 Plug-In Hybrid.

Frankfurt - Wenn am Samstag mit großem Getöse in Frankfurt die IAA fürs reguläre Publikum eröffnet wird, müsste man eigentlich von einer EAA sprechen. Denn so ziemlich jeder Hersteller zeigt eine Studie, ein Showcar oder einen Prototypo mit einem Elektroantrieb.

Wahlweise als Hybrid, Plug-in-Hybrid, E-Auto mit Benzinmotor als Reichweitenverlängerer oder als reines E-Mobil.

Alles Elektro

Alles Elektro

Schon anlässlich des traditionellen Konzernabends überraschte VW mit einem Zero-Emission- Up!, der 2013 auf den Markt kommen soll. Die umweltfreundliche Studie basiert auf den Modulen der für das Jahr 2011 angekündigten New Small Family, die aber mit einer Länge von 3,19 m noch kompakter ist.

Träumen erlaubt

IAA: Träumen erlaubt

Der 1085 kg leichte VW-Cityflitzer ist mit einem Elektromotor (60 kW) ausgerüstet, der ein maximales Drehmoment von 210 Newtonmeter mobilisiert und den innerstädtischen Zwischenspurt in nur 3,5 Sekunden von 30 auf 50 km/h sprintet. Den Vor- oder Rückwärtsgang betätigt der Fahrer per Drehknopf in der Mittelkonsole. Das niedrige Gew icht des Zero-Emission- Up! überrascht, wiegt doch die Lithium-Ionen-Batterie schon 240 Kilo.

Die Hingucker

IAA: Die Hingucker

Je nach Fahrweise und Dauer soll der 3+1Sitzer eine Strecke von bis zu 130 km zurücklegen können. „Betanken“ heißt in der heimischen Garage über das 230 Volt-Hausnetz, und dauert etwa fünf Stunden. „Ein Elektroauto der Großserie muss für weite Kreise bezahlbar und kompromisslos alltagstauglich sein, um durchgehend erfolgreich zu sein. Erst dann, mit hohen Stückzahlen, möglichst auf allen Kontinenten, kann wirklich vom Beginn des automobilen Elektro- Zeitalters und einer spürbaren Umweltentlastung gesprochen werden“, so VW-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn.

Die Stadtflitzer

IAA: Die Stadtflitzer

Bis die Produktionszahlen eines echten Elektroautos die Erfolgskurve eines Polo erreicht haben, wird man noch mindestens bis zum Jahr 2020 warten müssen. „Deshalb sind unsere hocheffizienten TDI- und TSI Motoren die wichtigsten Fixpunkte der Gegenwart“, so Winterkorn. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger könnten Elektrofahrzeuge deutlich zügiger Marktanteile gewinnen als zuletzt angenommen. Bis 2020 sei ein jährlicher Absatz von bis zu zehn Millionen Autos realistisch. In Europa dürften dann 20 Prozent aller neu zugelassenen Autos einen weit entwickelten Hybrid- oder einen reinen Elektroantrieb haben.

Oswald Wolf

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