Gully-Verbrechen: Das ist der Fall Kassandra

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Nach einem Schuh wie diesem hat die Polizei gefahndet. Vermutlich hat es der Täter als Andenken mitgenommen.

Velbert - Das Verbrechen an der neunjährigen Kassandra, die schwer verletzt in einen Gully-Schacht in Velbert bei Essen geworfen wurde, hat die Menschen erschüttert. Eine Chronologie des Falls.

14. September:

Das Mädchen kommt von der Hausaufgabenbetreuung im wenige hundert Meter vom Elternhaus entfernten Spieltreff in Velbert nicht heim. Die besorgte Mutter alarmiert die Polizei.

15. September:

Die Beamten lösen einen Großeinsatz aus. Stunden nach dem Verschwinden entdeckt ein Spürhund die lebensgefährlich verletzte Neunjährige in einem Kanalschacht unter einem 40 Kilogramm schweren Gully-Deckel. Ärzte in der Essener Uni-Klinik retten in einer Not-Operation das Leben des Kindes.

16. September:

Kassandra liegt im künstlichen Koma. Sie hat ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, schwere Verletzungen im Bauchraum und starke Unterkühlungen erlitten.

18. September:

Die Mediziner holen das Mädchen aus dem künstlichen Koma. Das Kind ist aber weiterhin ohne Bewusstsein. Rund 60 Polizisten roden rund um den Kanalschacht Büsche und Bäume. Die Spurensicherung sammelt zahlreiches Material.

21. September:

Kassandra ist wieder bei Bewusstsein. Sie reagiert auf Ansprache, kann sich aber noch nicht artikulieren.

22. September:

Die Polizei fahndet nach dem auffälligen linken Schuh des Mädchens. Vermutlich hat der Täter das mit Herzchen und Blumen bedruckte Kleidungsstück als “Andenken“ mitgenommen.

30. September:

Ein Zeuge glaubt, Kassandra unweit des Tatortes in Begleitung eines 30 bis 40 Jahre alten Mannes mit sportlicher Statur gesehen zu haben. Für ein Phantombild reicht die Beschreibung aber nicht aus.

1. Oktober:

Die Polizei sucht mit Handzetteln nach möglichen weiteren Zeugen. Kassandra ist weiterhin auf dem Weg der Besserung, nach Angaben der Ärzte aber immer noch nicht vernehmungsfähig.

3. Oktober:

Die Polizei nimmt einen Tatverdächtigen fest.

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