Guttenberg überraschend nach Afghanistan

Berlin - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist am Mittwochabend zu einem Überraschungsbesuch in Afghanistan eingetroffen. Wegen Plagiats-Virwürfen steht er weiter unter Druck.

Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Es ist seine neunte Afghanistan-Reise seit seinem Amtsantritt im Herbst 2009. Zuletzt war der CSU-Politiker Mitte Dezember innerhalb weniger Tage zuerst mit seiner Frau Stephanie und dann mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Hindukusch.

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Guttenberg: Der "Top Gun"-Minister a.D.

Guttenberg hat sich vorgenommen, die deutschen Soldaten in Afghanistan alle zwei Monate zu besuchen. Diesmal wurde er nicht von Journalisten begleitet. Das genaue Besuchsprogramm wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Nur wenige Stunden vor der Reise waren Plagiatsvorwürfe gegen Guttenberg im Zusammenhang mit seiner Doktorarbeit bekannt geworden. Ein Bremer Rechtsprofessor hatte mehrere nicht gekennzeichnete Zitate anderer Autoren in der Dissertation entdeckt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gab dem Verteidigungsminister Rückendeckung. Sie erklärte, sie gehe davon aus, dass die Uni Bayreuth und der Minister die Dinge klären.

Autorin: "Wie kann man nur so dumm sein?"

Die Passauer Politikwissenschaftlerin Barbara Zehnpfennig, aus dessen Aufsatz zu Guttenbegr abgeschrieben haben soll, hat die Aberkennung des Doktortitels von zu Guttenberg gefordert. "Es ist mir unverständlich, wie man sich solch eine Blöße geben kann", sagte Zehnpfennig der Zeitung "Die Welt".

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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