"Es war ein heimtückischer Mord"

Leipzig/Kraiburg - Er hat sich gestellt, aber er will nicht ausagen. Dabei werfen die Ermittler Guido N. einen heimtückischen Doppelmord vor. Der 40-Jährige war in Kraiburg am Inn verhaftet worden. *Polizeimeldung zur Pressekonferenz*

Zwischen seinem Anruf bei der Polizei und seiner Festanhme in Kraiburg am Inn waren nur wenige Minuten vergangen. Widerstandslos hatte sich Guido N., selbständiger Kaufmann mit mehreren Wohnsitzen, in Kraiburg am Inn festnehmen lassen. Nach dem 40-Jährigen war wegen eines Dopplemordes in Groitzsch (Sachsen) mit Haftbefehl gesucht worden. N.s Mutter, die in Mühldorf am Inn lebt, hatte ihrem Sohn geraten, sich zu stellen.

Zweitwohnsitz des mutmaßlichen Täters und Hardt-Haus Kraiburg

Der sächsische Landespolizeipräsident Bernd Merbitz (l-r), Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz und der Leiter der Polizeidirektion Westsachsen, Jürgen Georgie informieren am Freitag (03.09.2010) in einer Pressekonferenz in Leipzig über die Verhaftung des Verdächtigen im Fall des Doppelmordes in Groitzsch.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, mit N. (40) den richtigen Täter gefasst zu haben. Zu viele der am Tatort gefundenen Spuren deuteten auf ihn hin. Aber: "Unsere

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Polizemeldung zur Pressekonferenz

Ermittlungen sind noch lange nicht abgeschlossen", so ein Sprecher am Freitagnachmittag in der Pressekonferenz in Leipzig. Eines sagen die Ermittler aber bereits auch mit Entscheidenheit: "Die Tat hat das Mordmerkal der Heimtücke. Die beiden Opfer sahen sich einem Angriff ausgesetzt, den sie nicht hatten vorausahnen können." In der sächsischen Kleinstadt Groitzsch waren Ende August ein 19-Jähriger und ein 23-Jähriger durch einen Heckenschützen erschossen worden.

Festnahme mutmaßlicher Mörder von Groitzsch

Ob sich die Toten und Guido N. kannten, ist derzeit noch unklar. Die beiden Opfer waren aber offensichtlich unerlaubt auf dem Schrottplatz des 40-Jährigen gewesen. Denis H. (23) und Patrick B. (19) waren auf dem ehemaligen Landwirtschaftsareal getötet worden. Laut Leipziger Volkszeitung soll Guido N. das Gelände bei einer Zwangsversteigerung erworben haben, sich aber in Groitzsch nicht oft blicken lassen. Die Polizei sagt dazu: Er sei sporadisch dort gewesen, wie oft genau, wisse man noch nicht.

Seit 2007 hatte Guido N. in Sachsen vier Anzeigen gegen Unbekannt gestellt, unter anderem wegen Sachbeschädigung und und Hausfriedensbruch.

Guido N. hat seit seiner Verhaftung keine Ausage zu den Vorwürfen gegen ihn  gemacht.

ro24

Quelle: rosenheim24.de

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