Hochwasser: Ein harter Kampf steht bevor

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Hamburg - Die Kehrseite der schnellen Winterpause sorgt in Deutschland weiter für bange Blicke auf die Pegel der Flüsse. Schneeschmelze und Regen ließen das Wasser vielerorts auch zum Wochenanfang steigen.

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Anwohner und Rettungskräfte blicken auch am Wochenanfang in vielen deutschen Hochwassergebieten mit sorgenvollen Blicken auf die Pegelstände. Rheinland-Pfalz steht der härteste Kampf wohl noch bevor. Im Osten Deutschlands ist die Lage weiterhin angespannt, viele Faktoren können das Blatt dort noch wenden. Nur in Hessen ist bereits halbwegs Entspannung absehbar.

Die Pegelstände am Rhein streben auch zum Wochenanfang weiter aufwärts. Am Nachmittag sollte das Hochwasser in Koblenz seinen Höchststand erreichen. Es sehe aber danach aus, dass Koblenz noch mal glimpflich davonkommt, sagte Ehler Fell vom Hochwassermeldezentrum in Mainz.

In Köln sollte der Scheitelpunkt voraussichtlich erst am Dienstag erreicht werden. An der Mosel und im Osten Deutschlands stabilisierte sich die Hochwasserlage, blieb aber angespannt. In Hessen war bereits Entspannung absehbar.

Am Deutschen Eck in Koblenz rechneten die Behörden bei weiterhin kletternden Pegeln für Montag mit starken Einschränkungen auf den Straßen. “Es wird erhebliche Verkehrsbehinderungen im Berufsverkehr geben“, sagte ein Polizeisprecher am frühen Montag. Etliche Straßen seien schon gesperrt und ausgerechnet in dieser Lage bringe der erste Arbeitstag nach den Weihnachtsferien wieder spürbar mehr Verkehr.

Aus Cochem meldete die Polizei am Morgen eine “stagnierende Lage“. Dort hatte am Abend zuvor die erste Gebäudereihe an der Mosel und ufernahe Straßen im Wasser gestanden. Und aus der Moselstadt Zell (Kreis Cochem-Zell) gab es sogar die erste Erfolgsmeldung: “Vom Wasser her gesehen hat sich die Lage leicht entspannt“, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Helfer hätten die Altstadt erfolgreich leergepumpt. Gegen 22.30 Uhr habe es kein Stauwasser mehr gegeben und die Straßen hätten bereits grob gereinigt werden können.

Hochwasser: Kampf gegen die Fluten

Hochwasser: Kampf gegen die Fluten

Abwarten hieß es derweil in den betroffenen Gebieten im Osten: Die Hochwasserlage an Oder und Spree bleibt stabil, an der Elbe und ihren Nebenflüssen in der Prignitz sind die Pegelstände am Montagmorgen leicht gestiegen. Besonders betroffen ist der Elbe-Nebenfluss Stepenitz, wo teilweise die zweithöchste Alarmstufe 3 gilt. Hier ist der Schnee noch nicht vollständig getaut, so dass die Pegelstände etwas zunehmen können, wie das Hochwasserzentrum Potsdam mitteilte.

An der Oder enspannte sich die Lage in der Nacht leicht - von einer Entwarnung kann aber noch lange keine Rede sein. “Wir blicken hier auf leicht gefallene Pegel, etwa 20 bis 30 Zentimeter weniger“, sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt (Oder) am Morgen um 4.30 Uhr.

Gespannt wird erwartet, wie sich das Eis auf dem Nebenfluss Warthe entwickelt. Deren Eisschollen könnten auf der Oder die Lage wieder komplizierter gestalten, weil sie das Wasser aufstauen. An der Spree wird dagegen laut Hochwasserzentrum Cottbus mit weniger Wasser gerechnet. An der Schwarzen Elster im Süden Brandenburgs stiegen die Wasserstände derweil weiter. Bereits am Montag könnte in Herzberg (Elbe-Elster) wieder die höchste Alarmstufe 4 ausgerufen werden. Allerdings liegen in der Kreisstadt noch vom vergangenen Hochwasser im September 10 000 Sandsäcke bereit.

Beim Hochwasser in Hessen hingegen zeichnete sich am frühen Montag eine Entspannung der Lage ab. Die Polizei in den betroffenen Gebieten meldete vorsichtig optimistisch, dass das Schlimmste wohl ausgestanden sei. “Das bereitet uns keine Sorgen mehr. Die Pegel sind leicht fallend und es gab keine Niederschläge“, sagte ein Polizeisprecher in Fulda. Zur Lage an der Lahn meldete die Polizei in Gießen: “Es sind hier schon noch einige Straße gesperrt, aber Grund zur Besorgnis gibt es hier nicht.“ Die Polizei in Kassel berichtete für Nordhessen und den Ederstausee: “Fallende Pegelstände. Hier zeichnet sich Entspannung ab.“ Und auch für den Rhein meldete die Polizei in Wiesbaden, dass weiter kein Grund zur Sorge bestehe.

dpa

Rubriklistenbild: © ap

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