Oderflut: Hochwasser geht nur langsam zurück

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Hochwasser an der Oder: Die Deiche halten, die Alarmstufe wurde herabgesetzt.

Potsdam - Die Hochwasser-Lage in Brandenburg stabilisiert sich nur langsam. Die Alarmstufe wurde im Oderabschnitt herabgestuft. Die Helfer vor Ort beobachten die Lage aber nach wie vor mit Anspanung.

Der Scheitel der Oderflut sorge für steigende Pegelstände in Schwedt und Gartz, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Ingo Decker, am Dienstag auf DAPD-Anfrage. “Die Lage ist stabil, aber noch nicht bewältigt.“

Bislang hielten die Deiche überall. Im Bereich südlich von Ratzdorf über Eisenhüttenstadt bis Frankfurt (Oder) und im Oderbruch sinken die Pegelstände hingegen. Mittlerweile gelte im gesamten Oderabschnitt nur noch die Alarmstufe drei statt vier. “Trotz der sinkenden Pegelstände sind die Wassermassen aber weiterhin sehr hoch“, betonte der Sprecher.

In den kommenden Tagen soll die Scheitelwelle der Warthe bei Küstrin in die Oder fließen. Dadurch werden erneut steigende Oder-Pegelstände erwartet. Am Dienstag waren nach Angaben des Innenministeriums noch rund 170 Deichläufer pro Schicht unterwegs, um die Deichlage zu beobachten. Insgesamt waren zudem an der Oder über 400 Helfer im Einsatz, am Wochenende waren es noch rund 1.100 Einsatzkräfte.

dapd

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