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Klimaaktivisten könnten sterben

Hungerstreik in Berlin: Junge Erwachsene trinken jetzt auch nicht mehr

Hungerstreik zweier Klimaaktivisten in Berlin
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Lea und Henning, beiden verbliebenen Teilnehmer des „Hungerstreiks der letzten Generation“, geben auf einer Pressekonferenz bekannt, dass sie ab sofort in einen trockenen Hungerstreik treten. Sie fordern, dass SPD-Kanzlerkandidat Scholz den Klimanotstand ausruft.

Er befindet sich seit Wochen im Hungerstreik: Ein Klimaaktivist in Berlin ist am Samstag (25. September) dazu übergegangen, auch nichts mehr zu trinken.

Eine weitere Aktivistin, die ebenfalls seit einigen Tagen im Hungerstreik ist, kündigte dies ebenfalls für sich an. Ohne die Zufuhr von Flüssigkeit drohen den Aktivisten binnen weniger Tage schwere gesundheitliche Folgen. Sie könnten daran sterben. Da beide Streikende ohnehin durch den Hungerstreik schon geschwächt seien, könnten diese kritischen Zustände deutlich schneller eintreten. Für solche Fälle ist nach Angaben von Betreuenden aber für medizinische Hilfe gesorgt.

An SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz richteten die beiden Streikenden die Forderung, einen Klimanotstand auszurufen. Scholz hatte dazu aufgerufen, die Aktion abzubrechen und den jungen Leuten angeboten, nach der Wahl mit ihnen ein Gespräch zu führen. Dies Angebot wurde am Samstag erneuert.

Kritik an Scholz

„In diesem Wahlkampf, in dem es um alles geht, wird nach wie vor so getan, als könnte alles so weitergehen“, begründete Henning Jeschke am Samstag seinen Schritt. Scholz käme nicht einmal über die Lippe, Klimanotstand zu sagen, kritisierte der 21-Jährige. „Die mörderische Haltung gegenüber der jungen Generation nehmen wir nicht hin.“ Seine 24 Jahre alte Mitkämpferin Lea Bonasera sagte: „Ich bin nicht bereit, dass die politische Ignoranz über das siegt, was wichtig ist.“

Gruppe streikte seit Ende August

Am 30. August war eine Gruppe junger Erwachsener in einen Hungerstreik getreten. Damit wollten sie für eine radikale Klimawende demonstrieren. Die Gruppe wollte mit der Aktion die Kanzlerkandidaten Scholz, Armin Laschet (CDU/CSU) und Annalena Baerbock (Grüne) zu einem öffentlichen Gespräch bewegen. Da die Politiker nicht zusagten, brachen die meisten Aktivisten ihren Hungerstreik diese Woche ab. Nach übereinstimmenden Angaben war Baerbock am Donnerstag im Camp und sprach mit den jungen Leuten, die den Hungerstreik beendet hatten.

fgr/dpa

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