Hitze-Chaos: Ermittlungen gegen Zugchef

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Technische Probleme in ICE-Zügen sind nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums bereits seit einiger Zeit bekannt

Berlin - Nach dem Kollaps mehrerer Schüler in einem überhitzten ICE in Bielefeld am vergangenen Wochenende ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen den Zugchef.

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Der Verdacht laute auf fahrlässige Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung, sagte Oberstaatsanwalt Reinhard Baumgart am Mittwoch. Es werde derzeit geprüft, ob der Mann den Zug früher hätte anhalten müssen, nachdem die Klimaanlage ausgefallen war. Am Samstag waren mehrere Schüler auf dem Rückweg von einer Klassenfahrt in einem überhitzten ICE-Waggon zusammengebrochen. Neun Jugendliche mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

ICE-Technikprobleme schon länger bekannt

Technische Probleme in ICE-Zügen sind nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums bereits seit einiger Zeit bekannt - und das betreffe nicht nur die Klimaanlagen, sondern die gesamte Bordtechnik.

“Wir kennen die Themen mit den ICE 1 und ICE 2 schon seit etwas längerem“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) am Mittwoch im RBB-Inforadio.

Dies betreffe nicht nur Klimaanlagen, sondern oftmals die gesamte Bordtechnik, die häufig ausfalle. Es liefen dazu auch Prüfungen des Eisenbahn-Bundesamts.

Die Probleme mit Kühltechnik-Ausfällen in Fernzügen müssten behoben und bei künftigen Fahrzeugbestellungen ausgeschlossen werden. “Was die Reisenden ertragen mussten, kann eine Deutsche Bahn nicht wollen.“

dpa

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