ICE verliert Tür - Experten suchen Ursache

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Die losgelöste ICE-Tür beschädigte eine Scheibe am Bistrowagen eines entgegenkommenden Zuges.

Koblenz - Schock bei bis zu 300 Stundenkilometern: Sechs Passagiere wurden am Wochenende verletzt, als ein ICE eine Tür verlor. Nun suchen Experten nach der Ursache.

Nachdem ein ICE der Deutschen Bahn bei voller Fahrt eine Tür verloren hat, haben Experten am Montag mit der Ermittlung der Ursache begonnen. Sowohl die Tür als auch der Zug würden im Betriebswerk in Frankfurt-Griesheim untersucht, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Koblenz. Die Tür war am Samstag auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Frankfurt und Köln in einen entgegenkommenden Zug eingeschlagen, sechs Menschen erlitten einen Schock oder wurden von Glassplittern leicht verletzt.

Im Auftrag der Bundespolizei wollen der Sprecherin zufolge Fachleute der Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (EUB) herausfinden, wie es zu diesem Unfall kommen konnte. Wann erste Ergebnisse vorliegen werden, sei noch ungewiss. Wie schnell der Zug zum Zeitpunkt des Unfalls unterwegs war, konnten zunächst weder Bundespolizei noch Deutsche Bahn sagen. Auf der Strecke sei eine Geschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometern möglich.

Die Tür des ICE 105 hatte eine Tür sowie mehrere Scheiben des Bistrowagens des entgegenkommenden ICE 612 beschädigt, der von München nach Dortmund unterwegs war. Außerdem wurden bei dem Unfall um 11.39 Uhr das Dach des Wagens und die Oberleitungen getroffen. Dies war auch der Grund für eine zehnstündige Sperrung der Strecke - die wegen der ausfallenden Flüge wegen der Aschewolke aus Island dringend benötigt worden wäre.

dpa

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