Impfaktion: Länder entscheiden im September

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Berlin - Die Länder wollen erst im September den Weg für die zweite Massenimpfung gegen die Schweinegrippe ebnen. Das vereinbarten die Gesundheitsminister am Dienstag bei einer Telefonkonferenz.

Obwohl die Kostenaufteilung für die Impfung von mehr als der Hälfte der Krankenversicherten weiter strittig ist, waren sich die Gesundheitsminister einig, dass Impfdosen nachbestellt werden. “Es wird angestrebt, dass alle Bürger, die das wollen, eine kostenlose Impfung bekommen“, sagte der Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums, Thomas Schulz, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. “Es wird kein Impfchaos geben.“

Die Kosten für die Impfung von zunächst bis zu 35 Millionen Menschen - der Hälfte der Versicherten - übernehmen die Krankenkassen. Diese Impfaktion für Risikogruppen soll bis zu eine Milliarde Euro kosten.

Die Sonderkonferenz der Länder mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ist in Berlin geplant, wenn sich Bund und Länder über die Kostenaufteilung der zweiten Impfaktion geeinigt haben und eine Kommission von Experten Empfehlungen ausspricht. Bis dahin sollen nach Angaben von Thüringen, das den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz der Länder hat, auch die Ergebnisse der klinischen Tests vorliegen.

Streit über Finanzierung noch nicht ausgeräumt

“Wenn man Mitte September bestellt, ist das völlig ausreichend“, sagte Ministeriumssprecher Schulz. Die bereits bestellten Impfdosen reichten für chronisch Kranke, für Schwangere und medizinisches Personal aus. Offen ist, wie viele Impfdosen im September zusätzlich bestellt werden sollen.

Der Streit zwischen Bund und Ländern über die Finanzierung ist noch nicht ausgeräumt. Die Gesundheitsminister zeigten sich aber zuversichtlich, dass sich die Arbeitsgruppe von Kanzleramt und Staatskanzleien der Länder rechtzeitig einigt. Auf jedes Land könnte nach Schätzungen ein zweistelliger Millionenbetrag zukommen. Die Gesundheitsressortchefs betonten aber, die Kosten müssten eine untergeordnete Rolle spielen. Ministerin Schmidt rechnet mit insgesamt bis zu 64 Millionen Bundesbürgern, die sich vom Herbst an gegen die Neue Grippe impfen lassen wollen. Die weiteren Impfungen sollen mit Steuern bezahlt werden. Diese Kosten könnten noch einmal einen höheren dreistelligen Millionenbetrag ausmachen.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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