Islamist greift Polizist an - Anklage

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Bonn - Nach Messerattacken auf Polizisten in Bonn hat die Staatsanwalt gegen einen Islamisten Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Die Staatsanwaltschaft legt dem in Deutschland geborenen 25-jährigen Türken zur Last, bei Ausschreitungen radikaler Salafisten Anfang Mai in Bonn drei Polizeibeamte mit einem Messer angegriffen und zwei von ihnen mit Stichen in den Oberschenkel „erheblich verletzt“ zu haben.

Der in Hessen lebende Angeklagte war unter dem Verdacht des dreifachen versuchten Mordes in Untersuchungshaft gekommen. Dieser ursprünglich bestehende Verdacht habe sich durch die Ermittlungen nicht belegen lassen, erklärte die Bonner Staatsanwältin Vanessa Weber am Dienstag. Die Anklage umfasst neben gefährlicher Körperverletzung noch schweren Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Der Angeklagte hatte bei der Polizei seine Tat damit begründet, dass die Beamten den Anhängern der rechtsextremen Splittergruppe Pro NRW erlaubt hätten, Mohammed-Karikaturen zu zeigen. Dies habe die Muslime beleidigt. Bei den Ausschreitungen waren 29 Polizeibeamte verletzt worden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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