Jeder fünfte Westdeutsche war noch nie im Osten

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Junge Sportler ziehen in der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990 um Mitternacht vor dem Berliner Reichstag die deutsche Nationalfahne auf.

Berlin  - Jeder fünfte Westdeutsche hat einer Umfrage zufolge noch nie Ostdeutschland besucht. Die Hälfte (49 Prozent) war “nur selten bis sehr selten“ in der Ex-DDR.

Das geht aus einer Umfrage des Berliner Meinungsforschungsinstituts Info hervor, wie die “Welt am Sonntag“ berichtet. Bei den Ostdeutschen gaben fast drei Viertel an, “häufig, sehr häufig beziehungsweise ständig“ in westdeutschen Bundesländern unterwegs zu sein.

Die Mehrheit zeigte sich mit dem deutschen Vereinigungsprozess unzufrieden. Die Westdeutschen sind dabei noch positiver als die Ostdeutschen. Letztere äußerten sich der Studie zufolge eher unentschlossen: 53 Prozent sind “teils, teils“ zufrieden mit der Vereinigung.

In einem besseren Licht sieht die Einheit, wer jünger als 30 Jahre oder älter als 50 Jahre ist. “Die Jungen haben die Trennung kaum mitbekommen“, sagte Holger Liljeberg, der Leiter der Studie. Die heute 30- bis 49-Jährigen hingegen stünden gerade im Zenit ihrer Berufstätigkeit und müssen teilweise mit Arbeitslosigkeit und niedrigen Löhnen kämpfen. “Die Probleme führen sie dann oft auf die Ost-West-Problematik zurück“, so Liljeberg. An der repräsentativen Studie nahmen 1040 Befragte teil.

dpa

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