Jeder vierte Katholik denkt an Kirchenaustritt

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Der Missbrauchsskandal der katholischen Kirche lässt fast ein Viertel aller Katholiken in Deutschland über einen Kirchenaustritt nachdenken.

Frankfurt/Main - Der Missbrauchsskandal der katholischen Kirche lässt fast ein Viertel aller Katholiken in Deutschland über einen Kirchenaustritt nachdenken.

Bei einer Forsa-Umfrage für die “Bild“-Zeitung gaben 23 Prozent der Befragten an, sie hätten diesen Gedanken in letzter Zeit gehabt. Besonders hoch ist die Zahl bei denjenigen, die selten oder nie zur Kirche gehen: Von dieser Gruppe dachten 38 Prozent in jüngster Zeit über einen Austritt nach. 66 Prozent der Katholiken sind der Meinung, dass Missbrauchsfälle in ihrer Kirche genauso häufig oder sogar seltener vorkommen als in anderen Bereichen der Gesellschaft.

Chronologie der Missbrauchsfälle

Chronologie der Missbrauchsfälle

64 Prozent glauben, dass die jüngsten Fälle das Ansehen der Kirche dauerhaft beschädigen. 50 Prozent der Katholiken sehen einen Zusammenhang zum Zölibat, den 81 Prozent abschaffen wollen. Kritisch sehen die befragten Katholiken die Aufarbeitung des Skandals: 77 Prozent haben den Eindruck, dass die Kirche versucht, manches zu vertuschen, nur 16 Prozent sehen eine offene und vorbehaltlose Aufklärung von Seiten der Kirche. Allerdings ist mit 87 Prozent die große Mehrheit der Meinung, dass Papst Benedikt XVI. nicht wegen der Missbrauchsfälle zurücktreten sollte.

dapd

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