Jetzt kommt das Tauwetter

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Offenbach - Zwei Tage noch bleibt es kalt, dann ist es mit der weißen Pracht vorbei, denn in den kommenden Tagen erwartet uns Tauwetter. Die Aussichten:

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Ein Tief pumpt milde Luft vom Mittelmeer nach Deutschland, “das ist ein richtiger Schneefresser“, sagte Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag. Regen und Wind machen der Schneedecke überall den Garaus, auch im Osten. Nur noch kurz ist es winterlich mit ein paar Schneeflocken und eiskalten Nächten. In der Nacht zum Mittwoch sind im Süden und Südosten Temperaturen bis zu minus 15 Grad und darunter möglich. Dann stellt sich das Wetter grundlegend um. “Am Mittwochabend geht es mit Regen im Nordwesten los“, sagte Malewski.

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Das Tauwetter hat den Bahnverkehr in Deutschland zum neuen Jahr zwar wieder in Schwung gebracht, im Osten der Republik leidet der Regionalverkehr aber weiter unter Ausfällen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen setzte das Winterwetter weiter zahlreiche Regionalzüge außer Betrieb. In Berlin mussten die Menschen zum Start ins neue Schuljahr lange auf den Bahnsteigen frieren, weil mehr als die Hälfte der rund 560 Doppelwagen nicht einsetzbar waren. Mit einem vor allem für die Außenbezirke stark ausgedünnten “Not- Notfahrplan“, so ein Sprecher der S-Bahn, soll der Betrieb in der Hauptstadt “bis auf weiteres“ stabil gehalten werden.

Nach den schweren Störungen zwischen Weihnachten und Silvester lief der Bahnverkehr in den übrigen Landesteilen aber weitgehend störungsfrei, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am Montag mitteilte. Allerdings fallen wegen defekter Triebwagen in Schleswig- Holstein weiterhin alle Regionalexpresszüge zwischen Kiel und Lübeck aus. Die Regionalbahnen fahren nur im Stundentakt. Auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat das neue Jahr für Reisende im Bahn-Regionalverkehr erneut mit Einschränkungen begonnen. Das Winterwetter der vergangenen Wochen habe vermehrt Züge außer Betrieb gesetzt, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn mit. Die Werkstätten seien überlastet und kämen mit der Reparatur der Fahrzeuge nicht nach. Daher müssten Reisende in dieser Woche Verspätungen und zahlreiche Zugausfälle in Kauf nehmen.

In Sachsen- Anhalt sind unter anderem die Routen Magdeburg-Halle und Lutherstadt Wittenberg-Magdeburg betroffen. Auf den von Privatbahnen betriebenen Strecken laufe der Verkehr dagegen relativ stabil, hieß es bei der Nahverkehrs- Servicegesellschaft Thüringen. Für weniger Ärger sorgt der Winter auch beim Harz-Elbe-Express (HEX), einem Tochterunternehmen von DES Privatanbieters Veolia. Mit den erst fünf Jahre alten Fahrzeugen gibt es nach Angaben des Unternehmens keine Probleme. “Sie haben offensichtlich eine ausreichend robuste Technik“, sagte ein Sprecher. Das Unternehmen lege zudem großen Wert auf Wartung. Auch bei der niedersächsischen Privatbahn Metronom gibt es derzeit keine wetterbedingten Zugausfälle. “Unsere Fahrgastbetreuer sind alle mit Enteiser-Spray bewaffnet und helfen selbst, wenn mal eine Tür nicht aufgeht“, sagte Maxi Mohr von Metronom in Uelzen. Da die Züge nur im Nahverkehr unterwegs sind, könnten sie öfter im Betriebswerk gewartet oder bei Problemen ausgetauscht werden. “Möglicherweise haben wir deshalb weniger Probleme als die Bahn“, meinte Mohr.

Zur Vorbeugung gegen mögliche Engpässe beim Enteisungsmittel für startende Maschinen haben sich elf deutsche Flughäfen zusammengetan. Mindestens einmal täglich würden in diesem Kreis die Wetterprognosen und Bestände abgeglichen, um sich notfalls untereinander auszuhelfen, sagte ein Sprecher der Berliner Flughäfen am Montag. Hintergrund ist eine noch bis diesen Dienstag angekündigte Produktions-Unterbrechung beim Hersteller Clariant. Dem Pool gehören unter anderen auch die Flughäfen Hamburg, Hannover und Köln/Bonn an.

Ab Mittwoch ist der Winter vorbei

Ab Mitte der Woche ist aber nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes der Winter sowieso erst einmal wieder vorbei. Am Donnerstag soll es auch oberhalb von 1000 Metern regnen, und die Temperaturen bis zum Wochenende im Südwesten auf zweistellige Pluswerte klettern. “Das sind natürlich üble Bedingungen für den vorhandenen Schnee. Bis in die Kammlagen der Mittelgebirge wird sich das Tauwetter durchsetzen“, sagte Meteorologe Helmut Malewski.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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