Käßmann will nicht mehr Bischöfin sein

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Margot Käßmann schließt Rücktritt vom Rücktritt aus

Hannover - Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat eine Rückkehr in ihr früheres Bischofsamt abgelehnt. Was sie in Zukunft machen wird, weiß sie noch nicht. Sie war als Bundespräsidentin im Gespräch.

Bei der Verabschiedung durch die evangelische Landessynode am Mittwoch in Hannover bezeichnete die 51-Jährige eine Initiative von kirchlichen Mitarbeitern, die für ihre Wiederwahl wirbt, als anrührendes Zeichen von Wertschätzung. Eine Rückkehr könne aber nicht gutgehen. “Du kannst nicht in einem Amt zurückkehren, von dem du selbst zurückgetreten bist“, sagte sie.

Die 51-jährige betonte, sie sei mit Leib und Seele Bischöfin der Landeskirche Hannovers gewesen. Sie hoffe, dass es auch für die Landeskirche eine gesegnete Zeit mit Zuversicht in allen Umbrüchen gewesen sei. Zum Abschied sagte Käßmann: “Natürlich bin ich auch traurig.“ Vor Monaten habe sie noch geglaubt, im Bischofsamt in Hannover alt zu werden. Jetzt sehe alles ganz anders aus. “Ich packe ein, ohne zu wissen, wo ich nach meinem USA-Aufenthalt auspacken werden“, sagte sie.

Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende war Ende Februar nach einer Trunkenheitsfahrt von ihren kirchlichen Ämtern zurückgetreten. Ab August will sie vier Monate lang in den USA an der Emory University in Atlanta Gastvorträge halten.

dapd

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