Killer haben älteres Ehepaar überfallen

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Diese gefährlichen Schwerverbrecher sind auf der Flucht.

Köln - Laut Informationen der „Bild“ sind die flüchtigen Schwerverbrecher wieder aufgetaucht. In der vergangenen Nacht haben sie ein älteres Ehepaar in seinem Haus in Essen-Werden überfallen, bestätigte die Polizei in Essen.

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Gefährliche Ausbrecher auf der Flucht

Brutale Ausbrecher flüchten im Taxi: Großfahndung

Die beiden Ausbrecher ließen sich am Samstag stundenlang von ihren Opfern in deren Auto herumfahren. Gegen 19 Uhr wurde das Ehepaar in Mülheim-Saarn freigelassen. Die Gangster flüchteten mit dem Auto. Ihre Opfer gingen in ein anliegendes Wohnhaus, meldeten sich bei der Polizei. Die Polizei habe eine Großfahndung ausgelöst.

Am Samstagabend teilte die Düsseldorfer Staatskanzlei mit, das ein Bediensteter der Justizvollzugsanstalt Aachen die Gefangenen “vorsätzlich aus der JVA herausgeschleust und mit schussbereiten Dienstwaffen nebst Munition ausgestattet haben“ soll.

Der 40 Jahre alte Mann war bereits am Freitag festgenommen worden. Ein Richter erließ nun Haftbefehl. Zur Sache habe der Beschuldigte nichts ausgesagt. Ihm werden unter anderem Gefangenenbefreiung im Amt und Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Die Ermittler waren dem Mann nach einer Auswertung von Videoaufzeichnungen auf die Schliche gekommen. Er werde in eine Justizvollzugsanstalt außerhalb Nordrhein-Westfalens gebracht, so die Staatskanzlei weiter.

Am Freitabend eine konzentrierte Fahndung unter anderem mit Hubschraubern und Wärmebildkameras im Essener Ausflugsgebiet Baldeneysee keinen Erfolg gebracht, wie die Sprecherin der zuständigen Polizei Köln, Marion Henkel, der Nachrichtenagentur AP sagte.

Viele Einzelheiten unklar

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei vor Ort dauern an. Die beiden Flüchtigen, dem bereits wegen Mordes verurteilten Peter Paul Michalski und dem wegen Mordversuchs und Geiselnahme inhaftierten Michael Heckhoff sind nach Auffassung des Aachener Polizeipräsidenten Klaus Oelze “hochgefährliche Männer - gewaltbereit, gewalttätig und bewaffnet“.

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Gewaltverbrecher auf der Flucht

Gegen beide wurde Sicherungsverwahrung verhängt, so dass sie auch nach Verbüßung ihrer Haftstrafen nicht auf freien Fuß gekommen wären. Heckhoff war 1992 an einer spektakulären Geiselnahme in der Justizvollzugsanstalt im westfälischen Werl beteiligt. Niemand solle versuchen, sie auf eigene Faust festzunehmen. “Bitte überhaupt keine Heldentaten“, warnte Oelze am Freitag. Die Schwerverbrecher flohen am Donnerstagabend aus der hochgesicherten Aachener Justizvollzugsanstalt. Dabei überwältigten sie einen Justizbeamten und brachten zwei Pistolen mit je acht Schuss Munition an sich. Zunächst flohen sie per Taxi nach Köln, wo sie am Freitagmorgen eine junge Frau zwangen, sie mit ihrem Auto nach Essen zu fahren.

Die Essener Polizei erklärte, zwei Männer hätten die 19-Jährige in ihre Gewalt gebracht und zu der Fahrt nach Essen gezwungen. An einer Brücke im Ortsteil Kettwig sei der Wagen wegen Spritmangels liegen geblieben. Die beiden Männer seien zu Fuß weiter geflüchtet; die Schülerin sei unverletzt geblieben und wieder frei. Sie habe eine Personenbeschreibung abgegeben, und man gehe davon aus, dass es sich bei den Männern um die beiden Ausbrecher gehandelt habe.

ap

Quelle: rosenheim24.de

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