Killer von Rosenheim vermutlich tot

Franz Müller.

Rosenheim - Nach dem Fund einer Leiche geht die Polizei davon aus, dass der Doppelmörder von Rosenheim tot ist.

Bei dem am Dienstagabend in einem Schuppen in Rosenheim entdeckten Toten handele es sich “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um den Gesuchten“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen. Der Bayerische Rundfunk hatten zuvor berichtet, dass im Anbau eines Wohnhauses die Leiche des mutmaßlichen 48-jährigen Doppelmörders gefunden worden sei. Der Mann habe sich erhängt.

Der Ex-Ehemann der getöteten Mutter war seit Bekanntwerden des Verbrechens vor gut drei Wochen dringend tatverdächtig. Er soll die 37-Jährige erschlagen und den gemeinsamen dreijährigen Sohn erhängt haben. Erst die Obduktion der Leiche soll endgültig Klarheit schaffen, ob es sich bei dem Toten auch wirklich um den 48-Jährigen handelt. Sogenannte Einzelfingervergleichsabdrücke hätten aber bereits ergeben, dass der Erhängte so gut wie sicher der Gesuchte ist.

Ein Bewohner hatte die Polizei am Dienstag kurz vor 18.00 Uhr verständigt, dass aus dem Schuppen Verwesungsgeruch dringe. Bei der Suche wurde die tatsächlich bereits stark verweste Leiche des Mannes gefunden. Er hatte sich erhängt - genauso wie er seinen eigenen Sohn stranguliert hatte.

Ob sich der mutmaßliche Doppelmörder unmittelbar nach dem Verbrechen vom 30. August umbrachte oder erst später, muss die Obduktion klären, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim sagte.

dpa

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