Unfall im Emsland

Kleinbus rast auf Bootsanhänger - Drei Tote

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Salzbergen - In einem polnischen Kleinbus sind drei Menschen ums Leben gekommen, nachdem der Bus im Emsland mit voller Wucht auf einen Bootsanhänger aufgefahren ist.

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 30 im niedersächsischen Emsland sind drei Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere wurden verletzt, sechs von ihnen schwer. Der Kleinbus eines polnischen Reiseunternehmens mit neun Insassen war am Sonntag nahe Salzbergen ungebremst auf einen Jeep mit Bootsanhänger aufgefahren. Die Schiffsschraube des Boots durchschlug dabei die Windschutzscheibe des Busses.

Nach Angaben der Polizei waren die weibliche Beifahrerin und ein männlicher Insasse sofort tot, eine weitere Mitfahrerin starb später im Krankenhaus. Ein Großaufgebot von Helfern war im Einsatz. „Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld“, sagte Feuerwehr-Sprecher Robin Casper.

Die drei Todesopfer sind Polen, ihr Alter konnten die Beamten bisher nicht klären. Der 35-jährige Fahrer des Kleinbusses sowie vier weitere Frauen und ein Mann aus dem Bus wurden schwer verletzt per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der 54 Jahre alte russische Fahrer des Jeeps blieb unverletzt. Sein 49 Jahre alter Beifahrer kam mit leichten Verletzungen davon.

Warum der Kleinbus auf den Bootsanhänger auffuhr, war zunächst völlig unklar. Die Polizei schaltete einen Sachverständigen ein. Erst vor einer Woche war ein polnischer Kleinbus ebenfalls auf der A30 Richtung Niederlande auf ein Motorrad aufgefahren. Der Motorradfahrer kam dabei ums Leben. Damals handelte es sich um einen Transporter, der Arbeiter in die Niederlande brachte. Ob es diesmal wieder ein Kleinbus mit Arbeitern war, konnte eine Polizeisprecherin nicht sagen.

Als die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Salzbergen am Unfallort eintrafen, lagen die Trümmerteile über 150 Meter verteilt, berichtete Feuerwehr-Sprecher Casper. Ein Notfallseelsorger, ein Pastor aus den Reihen der Feuerwehr, stand den Ersthelfern und den Verletzten zur Seite.

An dem Kleinbus entstand Totalschaden, das Boot und der Anhänger wurden schwer beschädigt. Ein Großaufgebot von Helfer war vor Ort: Allein die Feuerwehr rückte mit acht Wagen aus. Außerdem waren die Besatzungen von sechs Rettungswagen und zwei Notärzte im Einsatz.

Die Autobahn in Richtung Niederlande wurde zwischen Salzbergen und dem Schüttorfer Kreuz musste vorrübergehend voll gesperrt werden.

dpa

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