Koalition will Fahrgastrechte bei Zugausfällen stärken

Berlin - Nach einer Serie von Zugausfällen bei der Bahn will die schwarz-gelbe Koalition die Rechte der Fahrgäste stärken.

So sollten Bahnkunden bei Zugausfällen besser über Alternativrouten informiert werden, um Wartezeiten zu vermeiden, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Dirk Fischer, der “Braunschweiger Zeitung“ (Samstag). Zudem müssten die Bahnbetreiber ausreichende Ersatzfahrzeuge bereitstellen können.

Entsprechende Forderungen haben die Koalitionsfraktionen von Union und FDP in einem Antrag zusammengefasst, der demnächst im Bundestag beraten werden soll. Anlass des Vorstoßes sind Zugausfälle bei ICE- Zügen unter anderem wegen defekter Radsatzwellen, Sicherheitsprobleme bei Güterwagen und die monatelangen Pannen bei der Berliner S-Bahn.

Betroffene Fahrgäste werden über die Zugausfälle oft schlecht informiert. Abhilfe könnten Fischer zufolge bessere Informationen etwa auf Bahnhöfen oder im Internet über Alternativrouten schaffen. Konsequenzen sollen auch Fälle haben, in denen minderjährige Fahrgäste nach Ticketkontrollen unzulässig aus dem Zug gewiesen wurden. Eine umfangreichere Schulung des Zugpersonals könne dafür sorgen, dass geltende Regelungen beachtet und Verstöße geahndet würden, sagte er.

dpa

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