Debatte um Köhler-Nachfolge

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Berlin - Das Schloss Bellevue sucht einen Nachmieter. Am Vormittag kommt die Koalitionsspitze zur Beratung im Kanzleramt zusammen.

Nachdem Bundespräsident Horst Köhler überraschend seinen Rücktritt erklärt hat, hat die Politik vier Wochen Zeit, um einen Nachfolger zu bestimmen. Bis 30. Juni muss ein neues Staatsoberhaupt gewählt sein. Vorübergehend leitet Bundesratspräsident Jens Böhrnsen die Amtsgeschäfte. Köhler begründete seinen Rückzug mit der Kritik an seinen Äußerungen zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Für Schwarz-Gelb bedeutet Köhlers Rückzug erneute Unruhe in den Regierungsreihen.

Kanzlerin Angela Merkel trifft sich heute Morgen mit FDP-Chef Guido Westerwelle und dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer. Offiziell soll es nach dpa-Informationen aus Koalitionskreisen um die Gesundheitsreform gehen. Wahrscheinlich wird es aber auch darum gehen, wer das Amt des Bundespräsidenten übernehmen kann und soll. Merkel wünscht sich einen Kandidaten, der auch die Opposition überzeugt. Nach Köhlers Rücktritt muss bis 30. Juni ein Nachfolger gefunden sein.. 

Horst Köhler und seine Vorgänger

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Bundespräsident Köhler erklärt Rücktritt

In Union und FDP wird inzwischen über Namen wie Bundestagspräsident Lammert oder Arbeitsministerin von der Leyen spekuliert. In die Diskussion schaltete sich auch die SPD ein. Partei-Chef Gabriel erklärte, ohne Einbeziehung der Opposition werde seine Partei einen eigenen Kandidaten aufstellen.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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