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Mutmaßlicher Kannibalismus-Fall

Kriminalbiologe Mark Benecke sieht zwischen dem Essen von Menschen und Tieren keinen Unterschied

Der Kriminalbiologe Mark Benecke.
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Der Kriminalbiologe Mark Benecke.

Während in Berlin ein mutmaßlicher Kannibalen-Prozess vor dem Landgericht verhandelt wird, erklärt Kriminalbiologe Mark Benecke: er sehe keinen Unterschied zwischen dem Essen von Tieren oder Menschen.

Berlin - Hat er seinen Sexualpartner aus einem kannibalistisch geprägten Tatmotiv umgebracht? Mit diesen Vorwürfen sieht sich aktuell ein angeklagter Lehrer in Berlin konfrontiert. Im Prozess wegen Mordes hat der Mann an diesem Dienstag, 28. September, sein Schweigen gebrochen. Der Kriminalbiologe Mark Benecke nutzt den Prozess, um auf einen für ihn wichtigen Punkt aufmerksam zu machen.

Mutmaßlicher Kannibalen-Prozess in Berlin - Tötete ein Lehrer seine Dating-Bekanntschaft?

Der aktuell in Berlin angeklagte Mann steht im Verdacht im September 2020 in seiner Wohnung in Berlin-Pankow einen 43 Jahre alten Mann umgebracht zu haben. Sein mögliches Motiv: sexuelle Befriedigung durch die Tötung und um Teile der Leiche essen zu können. Doch die schwerwiegenden Vorwürfe hat der 42-Jährige am Dienstag im Rahmen des Prozesses vor dem Berliner Landgericht von sich gewiesen.

Stattdessen habe er den Mann, der nach dem Sex bei ihm übernachtet habe, am Morgen tot auf dem Sofa aufgefunden. In Panik habe er die Leiche dann beseitigen wollen, da sonst seine Homosexualität aufgeflogen wäre. Seine sexuellen Chats kannibalistischer Art seien „reine Fantasien“ gewesen, den 43-Jährigen hatte der Angeklagte erst wenige Stunden zuvor über ein Dating-Portal kennengelernt. Dem Angeklagten wird zudem vorgeworfen, die Leiche des Opfers in seiner Wohnung zerteilt und Leichenteile an verschiedenen Orten in Berlin abgelegt zu haben.

Kriminalbiologe Mark Benecke sieht zwischen dem Essen von Menschen und Tieren keinen Unterschied

Während das Landgericht Berlin über die mögliche Schuld des Angeklagten verhandelt, beschäftigt sich auch der Kriminalbiologe und Kannibalismus-Experte Dr. Mark Benecke mit dem Verbrechen. Über die Tierrechtsorganisation PETA hat Benecke am Montag, 27. September, ein Statement veröffentlicht. Und was Benecke dort schreibt, dürfte Aufsehen erregen.

„Dass wir Kannibalismus als das Schlimmste, was es gibt, ansehen, hat mehr mit unserem eigenen Bedürfnis nach Abgrenzung als dem Schrecken der Sache zu tun: Wir wollen verdrängen, dass wir ebenfalls Lebewesen essen. Tiere essen und Menschen essen – vernünftig betrachtet besteht zwischen beidem kein Unterschied. Außer dem, dass die Tiere in keinem Fall ihr Einverständnis dazu gegeben haben, umgebracht und gegessen zu werden“, beschreibt der Kriminalbiologe in dem Statement. Stattdessen empfehle er allen, die „wegen Kannibalismus-Fällen entsetzt sind“, sich stattdessen „pflanzlich zu ernähren“.

Prozess in Berlin: PETA fordert pflanzliche Kost für den mutmaßlichen Kannibalen

Wie Benecke in seinem Statement weiter berichtet, fordere PETA Deutschland nun „pflanzliche Kost für den mutmaßlichen Kannibalen, aber ebenso einen breiten gesellschaftlichen Umstieg auf vegane Ernährung“. Demnach verursache industrielle Tierwirtschaft extremes Leide der Tiere und nur eine vegane Ernährungsweise erzeuge dies nicht. „Lebewesen zu essen, ist immer falsch – egal, welcher Spezies sie angehören“, so Benecke.

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