Kripo-Chef sicher: Jan O. hätte weiter gemordet

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Jan O. bei seiner Festnahme.

Bodenfelde/Northeim - Nina und Tobias wären nicht die einzigen Opfer von Jan O. geblieben, hätte die Polizei ihn nicht so rasch gefasst. Davon sind die Ermittler überzeugt.

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Der mutmaßliche Mörder der beiden Teenager aus Bodenfelde hätte nach Überzeugung der Polizei weitere Menschen umgebracht, wenn er nicht gefasst worden wäre. “Es deutet alles darauf hin, dass er weiter gemacht hätte“, sagte der Northeimer Kripo-Chef Andreas Borchert am Donnerstag. “Dafür gibt es objektive Hinweise.“ Die Ermittler prüfen derzeit, ob der 26-Jährige noch bei weiteren Verbrechen als Täter infrage kommt. Bisher gebe es keine entsprechenden Hinweise.

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Im Internet soll Jan O. sich am Tag nach dem Mord an Nina in dem niedersächsischen Ort mit dem Verbrechen gebrüstet haben. Nach Medienberichten schrieb er auf der Internet-Kontaktplattform Facebook: “Gestern Mädchen geschlachtet. Jeden Tag eins bis mich erwischen“. Die entsprechende Seite im Netz ist inzwischen gesperrt.

Auf die Frage, ob der Eintrag tatsächlich von dem 26-Jährigen stammt, sagte Kriminaldirektor Andreas Borchert: “Ich möchte das weder bestätigen noch dementieren. Wir möchten bestimmte Dinge von ihm selbst hören.“ Er teilte mit, Jan O. habe kurz vor dem Mord an Tobias noch weitere Jugendliche angesprochen. “Er hat immer mal wieder Kontakte versucht, ohne dass es zu tragischen Folgen gekommen ist.“

Jan O. soll nach Mord Gottesdienst besucht haben

Nach dem Mord an dem 13-jährigen Tobias aus Bodenfelde soll der mutmaßliche Doppelmörder Jan O. die Kirche besucht haben. Wie “Bild.de'“ berichtete, besuchte der 26-jährige am Sonntagmorgen einen Gottesdienst und betete. Der Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Uslar, Hajo Rebers, sagte dapd-Anfragedapd-Anfrage: “Ich möchte das nicht kommentieren.“

Die Obduktion hatte ergeben, dass Tobias am Samstagabend getötet wurde. Am Sonntag wurden seine Leiche sowie die der 14-jährigen Nina gegen Mittag gefunden. Nina war bereits am Montag umgebracht worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Jan O. am Freitagnachmittag in einem Verhör ein Geständnis ablegen wird. Am Freitag und Samstag sollen die Beerdigungen für Nina und Tobias stattfinden.

dpa/dapd

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