Sparpaket: Verfehlt oder guter Anfang?

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DGB-Chef Michael Sommer

Berlin - Opposition, Gewerkschaften und Sozialverbände kritisieren das Sparpaket der Bundesregierung. Es wird als "extrem feige" und "verfehlt" bezeichnet. Was sagen Sie?

In Opposition und Gewerkschaften formiert sich massiver Widerstand gegen die Sparpläne der Bundesregierung. So nannte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles das Maßnahmenpaket im SWR extrem feige, weil die Verursacher der Krise geschont würden.

DGB-Chef Michael Sommer sprach von einem Dokument der Perspektivlosigkeit und sozialen Schieflage. Er kündigte eine groß angelegte Protestaktion gegen die Sparpläne an. Sommer sagte der Rhein-Neckar-Zeitung, nicht die starken Schultern würden belastet, sondern die schwachen.

Der Bund der Steuerzahler hat das Sparpaket als Etikettenschwindel bezeichnet. Die Sparbemühungen gingen nicht weit genug, sagte der Präsident des Bundes, Karl Heinz Däke, dem "Münchner Merkur". So gebe es "eine ganze Reihe von Luftschlössern", etwa die Finanzmarkttransaktionssteuer, die erst eingeführt werden müsse, und das nicht von Deutschland alleine. Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, lobte das Paket in der "Rheinischen Post" dagegen als sozial gerecht und ausgewogen.

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Die Bundesregierung will in den kommenden vier Jahren mehr als 80 Milliarden Euro einsparen. So soll unter anderem das Elterngeld gekürzt werden, bei Hartz-Vier-Empfängern fällt es ganz weg. Empfindliche Einschnitte wird es auch bei der Bundesagentur für Arbeit geben. Außerdem fällt der Heizkostenzuschuss weg und der Zuschuss zur Rentenversicherung.

dpa

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Quelle: rosenheim24.de

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