Lachs-Test: Teuerster Fisch war "mangelhaft"  

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Am schlechtesten schnitt bei dem Test der teuerste Fisch ab.

Berlin - Wildlachs ist nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest nicht immer besser als gezüchteter. Getestet wurden 18 Räucherlachs-Produkte. Am schlechtesten schnitt dabei der teuerste Fisch ab.

Der angebliche irische Wildlachs von der Fischtheke des Kaufhauses KaDeWe in Berlin zum Preis von 14,80 Euro pro 100 Gramm sei tatsächlich ein verdorbener Zuchtlachs gewesen, berichtet die Zeitschrift test (Ausgabe 1/2010). Er wurde als “mangelhaft“ bewertet. Das Kaufhaus habe das entsprechende Produkt mittlerweile aus dem Programm genommen.

Die besten Noten erhielten zwei Sorten Zuchtlachs, auch der Lachs mehrerer Discounter wurde mit “gut“ bewertet. Die meisten Omega-3- Fettsäuren enthält Lachs aus ökologischer Aquakultur. Das Gesamtergebnis fiel den Angaben zufolge wesentlich besser aus als beim letzten Test vor acht Jahren. Damals waren 10 von 22 Produkten verdorben, dieses Mal nur der lose gekaufte Lachs aus der Fischtheke des KaDeWe.

Listerien, Salmonellen oder Rückstände von Antibiotika wurden überhaupt nicht gefunden. Die Stiftung Warentest rät dennoch, Räucherlachs im Kühlschrank nicht länger als zwei Wochen zu lagern und Lachs aus angebrochenen Packungen spätestens am nächsten Tag zu verzehren. Kleinkinder, Schwangere und Immunschwache verzichten besser ganz auf Räucherlachs, da dieser unerhitzt geräuchert wird und Keime nicht abgetötet werden.

dpa

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