Unfassbarer Vorfall in Leipzig

Bub (3) stürzt samt Kindersitz aus fahrendem Auto - Papa fährt weiter

Leipzig - Unfassbare Szenen müssen sich am Sonntagnachmittag, 16. Februar, im Stadtteil Reudnitz abgespielt haben. Bei einem Abbiegemanöver öffnete sich plötzlich die hintere rechte Tür eines fahrenden Autos und ein Kind stürzte samt Kindersitz auf die Straße.

Mehrere Zeugen hatten dies gegen 15 Uhr in der Prager Straße beobachtet. Dann trauten sie ihren Augen nicht: Der Fahrer des Opels Zafira hielt kurz an, packte das im Gesicht blutende Kind samt Sitz wieder in den Wagen und wollte weiterfahren. Eine Frau stellte sich ihm in den Weg, sprang dann aber zur Seite, weil der Fahrer auf sie zufuhr, wie die Polizei Sachsen nun mitteilte

Ein Fahrradfahrer, welcher den Vorfall nicht gesehen hatte, vernahm laute Rufe. Der Mann schaute sich um, vermutete einen Unfall und stellte sich nun ebenfalls vor das Auto, um den Fahrer am Weiterfahren zu hindern. Doch auch er musste ausweichen. 

Schließlich riefen die Zeugen die Polizei. Anhand des amtlichen Kennzeichens war die Halterin des Wagens, eine 31-Jährige, schnell ermittelt. Diese wurde von den Beamten dann auch zuhause angetroffen. Es stellte sich heraus, dass sie Beifahrerin war, während ihr Mann, ein 36-jähriger Syrer, das Auto zum Unfallzeitpunkt gefahren hatte. 

Er gab bei seiner Befragung an, dass sein Sohn (3) die Tür während der Fahrt angeblich selbst geöffnet hätte und daraufhin aus dem Auto gefallen sei. Da das Kind beim Besuch der Polizisten augenscheinlich verletzt war, wurde der Rettungsdienst gerufen. Der Junge musste dann auch in eine Klinik eingeliefert werden. Der Syrer wurde wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung angezeigt.

mw/mz

Quelle: rosenheim24.de

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