Verbrannte Arbeiter: Unfallursache geklärt

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Lend/Salzburg - Die Ursache für den tragischen Arbeitsunfall, bei dem am Donnerstag zwei Arbeiter im Vorwärme-Ofen verbrannt sind, ist geklärt:

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Wie die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Salzburg ergaben, hatte ein Arbeitskollege der beiden am vergangenen Donnerstag verbrannten Arbeiter (49 und 56 Jahre) die Tür des Vorwärme-Ofens geschlossen. Es habe laut salzburg24.at keinerlei Anzeichen dafür gegeben, dass noch jemand im Ofen war.

Die Arbeiter, die etwas am Ofen reparieren mussten, hatten anscheinend vergessen, vier vorgeschrieben Sicherheitsstufen zu aktivieren: Kammer komplett elektrisch abschalten und ein Vorhängeschloss am Schlüsselschalter anbringen, Betrieb auf "manuell" schalten (um Aktivierung per Fernbedienung von außen zu vermeiden), Wartungsarbeiten generell deutlich kennzeichnen (zum Beispiel durch Hinweise oder Schilder) und einen Bolzen anbringen, der verhindert, dass sich die Tür vollkommen schließen lässt.

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Da die beiden Arbeiter keinerlei Werkzeug mit sich führten, vermutet die Polizei, dass sich die beiden erst einmal den Schaden ansehen wollten. Genau zu diesem Zeitpunkt, der maximal eine Minuten gedauert haben dürfte, muss der Kollege das Tor geschlossen haben. Aus dem angeschlossenen Schmelzofen strömte 700 bis 800 Grad heiße Abwärme in die Kammer. Durch die Hitze fing die Kleidung der Arbeiter Feuer und sie verbrannten.

Karin Exner-Wöhrer, Mitglied des SAG-Vorstandes, gab gegenüber salzburg24.at an, einer der Verstorbenen habe 1971 seine Lehre bei der SAG begonnen, alle Schulungen regelmäßig mitgemacht und die Sicherheitsvorkehrungen genau gekannt. Man wisse nicht, weshalb er mit seinem Kollegen den Ofen betreten und keine Sicherheitsmaßnahmen ergriffen habe.

s-ah

Quelle: rosenheim24.de

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