Ab 14 Uhr streiken Lokführer wieder

Landkreis - Die GDL ruft die Lokomotivführer ab 14 Uhr wieder zu einem 60 Stunden anhaltenden Arbeitskampf auf. Betroffen ist auch die Bayerische Regiobahn und die Berchtesgadener Land Bahn.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft die Lokomotivführer der privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen von Montag, dem 18. April, von 14 Uhr bis Donnerstag, dem 21. April 2011, 2 Uhr zu einem 60 Stunden anhaltenden Arbeitskampf auf. Betroffen von den Streiks sind auch die Bayerische Regiobahn und die Berchtesgadener Land Bahn.

Bei der Bayerischen Regiobahn wird es voraussichtlich am Nachmittag und Abend zu vereinzelten Zugausfällen kommen. Wie der Internetseite der BRB zu entnehmen ist, können "derzeit aber noch keine Angaben dazu gemacht werden, welche Züge konkret betroffen sind." Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der BRB oder unter der Kundentelefon der Bayerischen Regiobahn unter 0821-478 778-77.

Laut der Internetseite der BLB wird es bei der Berchtesgadener Land Bahn nicht zu Verspätungen durch den Streik kommen.

Trotz der bisher insgesamt 119 Stunden Arbeitskampf der GDL seit März diesen Jahres verweigern die privaten EVU nach wie vor jegliches Angebot zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen für Lokomotivführer und deren Verknüpfung mit den jeweiligen Haustarifverträgen. Darüber hinaus verschärft Veolia den Tarifkonflikt weiterhin durch Aussperrungen. Insgesamt wird der Druck auf einzelne Lokomotivführer erhöht. Der Umgangston zwischen Unternehmensführungen und den rechtmäßig Streikenden wird zunehmend rabiater. „Die GDL-Mitglieder und immer mehr Unorganisierte nehmen die Herausforderungen jedoch an und zeigen klar Flagge für die Beendigung des Lohndumpings auf ihrem Rücken und fordern zwingend den sozialen Schutzmechanismus bei einem Betreiberwechsel“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

GDL-Forderungen

Die GDL fordert inhaltsgleiche Rahmentarifverträge für Lokomotivführer mit einem einheitlichen Monatstabellenentgelt auf dem Niveau des Marktführers DB und den vier Zulagen für Sonn-, Feiertag, Nachtdienst und Fahrentschädigung. Dieses Niveau ist bei jeder Ausschreibung zugrunde zu legen. Bisher bestehende Tarifverträge sind durch eine Verknüpfung des Haustarifvertrags stufenweise an dieses Niveau heranzuführen. Darüber hinaus ist die soziale Absicherung der Lokomotivführer dringend erforderlich. Mit dem Betreiberwechseltarifvertrag wird die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust bei permanenten Ausschreibungen beendet werden.

Pressemitteilung Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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