Loveparade: Tausende Informationen auswerten 

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Der Tunnel in Duisburg, der zur Loveparade führte und zur Falle wurde.

Köln/Düsseldorf - Die Ermittlungen zur Loveparade- Katastrophe werden nach Einschätzung der Polizei sehr lange dauern.

“Es sind ja tausende von Informationen auszuwerten, und jeden Tag kommen neue hinzu“, sagte Polizeisprecherin Dorothee Göbel am Donnerstag in Köln. Dort ist die Ermittlungsgruppe zur Aufklärung des Unglücks mit 21 Toten und mehr als 500 Verletzten angesiedelt. Sie besteht aus 60 Beamten aus ganz Nordrhein-Westfalen und wird von der Staatsanwaltschaft Duisburg geleitet.

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

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Darunter sind auch eine Reihe von Internet-Experten. Denn dort kursiert mittlerweile eine schier unübersehbare Zahl von Bildern, Filmen und Berichten. “Die Ermittler müssen das alles sichten und auswerten“, sagte Göbel. Video-Plattformen, Soziale Netzwerke und Blogs müssten durchforstet werden. Mit vielen Personen, die solche Informationen ins Internet gestellt haben, würden die Polizisten Kontakt aufnehmen: “Das können wichtige Hinweisgeber sein.“

Duisburger Unglückstunnel zeitweilig für Trauernde gesperrt

Der Duisburger Unglückstunnel ist am Donnerstagvormittag zeitweilig für die Trauernden gesperrt gewesen. Das Landeskriminalamt untersuchte die Unterführung, in der am Samstag Besucher der Loveparade ums Leben gekommen waren. Mit speziellen, auf Lasern basierenden Geräten vermaßen sie die Unglücksstelle. Viele Menschen, die den Tunnel besuchen wollten, hätten verständnisvoll reagiert, sagte ein Polizeisprecher. Manche waren enttäuscht, wie der Duisburger Hans-Jörg Wiezorek: “Ich wollte wie jeden Morgen im Tunnel ein Gebet sprechen. Ich durfte aber nicht ran.“

dpa

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