Loveparade: Unglückstunnel bleibt geschlossen

Duisburger Unglückstunnel bleibt geschlossen.

Duisburg - Der Unglückstunnel der Loveparade bleibt noch vier Wochen als Ort der Trauer für Autos geschlossen. Am 4. September wird er dann mit einer Gedenkfeier wieder für den Straßenverkehr eröffnet.

Das hat ein Runder Tisch von Bürgervereinigungen, Duisburger Künstlern und Stadtverwaltung am Freitag beschlossen, wie die Stadt mitteilte. Die Straße durch den Tunnel ist eine wichtige Verkehrsachse, auf die die Stadt auf Dauer nicht verzichten kann.

Lesen Sie auch:

Lammert rechnet mit Abtritt Sauerlands

Loveparade: Alle Verletzten aus Klinik entlassen

Während der Gedenkfeier Anfang September soll eine Gedenktafel im Tunnel angebracht werden. Bei der Katastrophe waren 21 Menschen erdrückt worden. Alle Beteiligten seien sich einig gewesen, dass in Duisburg außerdem eine Gedenkstätte errichtet werden müsse, heißt es in der Mitteilung. Über die Gestaltung werde der Runde Tisch künftig im Wochenrhythmus beraten. Das Gremium wählte den Duisburger Kulturdezernenten Karl Janssen und eine Bürgerschaftsvertreterin zu Sprechern. Auf dem ehemaligen Güterbahnhof soll ein Möbelzentrum entstehen.

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

Der Eigentümer überlege, auch eine Gedenkkapelle zu errichten, sagte Stadtsprecher Frank Kopatschek. Die zahlreichen Kerzen, Kränze, Trauergaben und Erinnerungszettel, die seit dem 24. Juli an der Unglücksstelle niedergelegt worden sind, sollen in einer Glasvitrine gesammelt werden. Der Kreis plädiert dafür, diese Vitrine zur Erinnerung am Duisburger Innenhafen in der Nähe des stadthistorischen Museums aufzustellen.

dpa

Zurück zur Übersicht: Deutschland

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser