K-Frage bei der Union

Söder und Laschet zur Übernahme der Kanzlerkandidatur bereit

Klausurtagung Unionsfraktion
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Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, CDU-Vorsitzender, und Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender.

Markus Söder (CSU) hat sich offiziell dafür bereit erklärt, als Kanzlerkandidat für die CDU und CSU anzutreten.

Update, 15.51 Uhr - Laschet und Söder zur Übernahme der Kanzlerkandidatur bereit

Die Vorsitzenden von CDU und CSU - Armin Laschet und Markus Söder - sind beide zur Übernahme der Kanzlerkandidatur für die Union bereit. Das teilten sie übereinstimmend am Sonntag am Rande der Klausur der Spitze der Unions-Bundestagsfraktion in Berlin mit.

Laschet sagte, er und Söder hätten ein langes Gespräch miteinander geführt. „Wir haben unsere Bereitschaft erklärt, für die Kanzlerkandidatur anzutreten“, berichtete Laschet. Er betonte: „Unser Ziel ist es, in dieser Lage, in der das Land ist, mit einer Kanzlerin, die aus dem Amt geht, so viel Einigkeit wie möglich zwischen CDU und CSU zu leisten, denn es geht um viel.“

Söder sagte, er habe mit Laschet ein offenes und freundschaftliches Gespräch geführt - das aber noch nicht abschließend gewesen sei. „Wir haben festgestellt, dass beide geeignet und beide bereit sind.“

Auch Söder selbst habe seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt. Wenn die CDU als große Schwester dies breit unterstütze, sei er bereit, diesen Schritt zu gehen, sagte Söder. „Ich bin bereit zu dieser Kandidatur.“ Wenn die CDU aber eine andere Entscheidung treffe, werde man dies akzeptieren. Und man werde weiterhin sehr gut zusammenarbeiten.

Laschet und Söder hatten ursprünglich vereinbart, die Übernahme der Kanzlerkandidatur zwischen Ostern und Pfingsten zu entscheiden. Immer mehr Spitzenpolitiker verlangen inzwischen aber ein schnelleres Vorgehen. Söder sagte in der Pressekonferenz, die Entscheidung sollte „zeitnah, eher schneller denn später“ fallen. Laschet äußerte sich in der „Bild am Sonntag“ ähnlich: „Wenn ich die Stimmung in der Breite der CDU berücksichtige, sollte die Entscheidung sehr zügig fallen.“

Auch die Fraktionsspitzen äußerten sich vor Beginn der Klausur am Sonntag entsprechend. „Wir haben ein großes Interesse daran, dass die ganze Sache zügig jetzt vonstatten geht“, sagte der Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU). „Ich denke mal, heute Abend sind wir wieder einen Schritt weiter.“ CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt betonte: „Die Zeit ist reif, dass wir in den nächsten zwei Wochen die Entscheidungen treffen.“

In der CDU/CSU-Fraktion wächst angesichts eingebrochener Umfragewerte für die Union die Nervosität. Einzelne CDU-Abgeordnete sprachen sich wegen Söders hohen Beliebtheitswerten bereits für den CSU-Chef aus.

Viele CDU-Abgeordnete verlangen zudem ein Mitspracherecht: „Als Mitglieder einer selbstbewussten CDU/CSU-Bundestagsfraktion erwarten wir, dass, bevor eine Festlegung dieser Tragweite verkündet wird, in einer parteiübergreifenden Fraktionssitzung von CDU und CSU darüber diskutiert und im Zweifel auch dort entschieden wird“, heißt es in einer Erklärung von mehr als 50 Parlamentariern.

Update, 15.20 Uhr - Pressekonferenz zur K-Frage bei der Union

Erstmeldung, 14.55 Uhr - Markus Söder erklärt sich bereit zur Kanzlerkandidatur

Es ist offiziell: Markus Söder möchte Kanzlerkandidat für die Union werden. Bei der Klausurtagung am Sonntag erklärte er: „Wenn die CDU bereit wäre und es will, mich zu unterstützen, dann stehe ich bereit.“

Lange hielt sich Bayerns Ministerpräsident bedeckt, ob eine Kanzlerkandidatur für ihn infrage kommt. Eigentlich wollte er die Entscheidung auf Juni verschieben, aber der Druck in der Union und die Angst vor einer politischen Hängepartie wurden letztendlich zu groß.

Söder und Laschet: „Wir sind bereit“

Sowohl CDU-Chef Armin Laschet als auch der CSU-Vorsitzende Markus Söder sind nach Darstellung Söders bereit, als Kanzlerkandidat der Union anzutreten. „Wir haben beide erklärt, wir sind bereit“, sagte Söder nach Angaben von Teilnehmern am Sonntag bei der Klausur der Spitze der Unionsfraktion in Berlin.

Söder legt Entscheidung in die Hände der CDU

Söder betonte demnach, es gehe um den Gesamterfolg der Union und das Beste fürs Land. Und Söder fügte hinzu, wenn die CDU bereit wäre, ihn zu unterstützen, würde er sich dieser Aufgabe stellen. Wenn die CDU dies nicht wolle, werde man ohne Groll weiter gut zusammenarbeiten.

Zudem betonte Söder, es müsse ein Konsens herbeigeführt werden, und zwar unter Beteiligung der betroffenen Personen, der Parteien und der Fraktion.

Um 15 Uhr möchten beide Kandidaten in einer Pressekonferenz über die Entscheidung bei der Union informieren.

bcs

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