Marwa El-Sherbinis Familie will weitere Ermittlungen

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Marwa el-Sherbinis Mann und seine Familie wollen weitere Ermittlungen.

Hamburg - Die Familie der in einem Dresdner Gerichtssaal ermordeten Ägypterin Marwa El-Sherbini will erreichen, dass die Ermittlungen in dem Fall weitergehen.

Familienanwalt Khaled Abou Bakrothman sagte laut “Bild“-Zeitung, für die Familie sei es “eine Enttäuschung“, dass alle Ermittlungen in dem Fall eingestellt worden seien. El-Sherbinis Mann Elwy Okaz sei sehr wütend und könne die Entscheidung nicht verstehen. “Wir werden diese Entscheidung bis in die höchste Instanz anfechten. Zur Not gehen wir von den Europäischen Gerichtshof“, zitiert die Zeitung den Anwalt. Die schwangere 31-Jährige war im vergangenen Juli während einer Gerichtsverhandlung von dem 28-jährigen Alex Wiens erstochen worden, den sie angezeigt hatte, weil er sie ausländerfeindlich und rassistisch beleidigt hatte.

Im November war Wiens zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der ägyptische Botschafter Ramzy Ezzeldin Ramzy hatte anschließend von einem fairen und guten Verfahren gesprochen und erklärt, mit dem Urteil sei der Gerechtigkeit Genüge getan worden. Die Staatsanwaltschaft hatte nach einer Strafanzeige eines weiteren Anwalts Oakz' auch gegen den damaligen Richter und gegen den Präsident des Dresdner Landgerichts ermittelt. Diese Ermittlungen wurden nun eingestellt. Okaz hatte gehofft, dass neben dem Mörder auch der Richter oder der Polizist, der fälschlicherweise auf ihn schoss, zur Rechenschaft gezogen würden.

AP

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