Massenpanik, doch die Gedenkfeier geht weiter

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Amsterdam - Erst schrie ein Mann, dann geriet die Menge in Panik. Bei einer Gedenkfeier in Amsterdam gab es zahlreiche Verletzte, doch die Feier ging weiter.

Bei einer Gedenkfeier in Amsterdam für die Toten des Zweiten Weltkrieges mit Königin Beatrix ist es zu einer Massenpanik mit etwa 30 Verletzten gekommen. Auslöser für den Zwischenfall waren nach Angaben der Polizei Schreie eines 39-jährigen Mannes, der offenbar geistig verwirrt ist. Während zunächst nur wenige Teilnehmer auf die Schreie reagierten, entwickelte sich eine Panik, nachdem eine Polizeiabsperrung umfiel. Beatrix wurde von Beamten für wenige Minuten in Sicherheit gebracht.

Geistig Verwirrter wurde festgenommen

Der 39-Jährige, der nach Angaben der Polizei offenbar ein orthodoxer Jude ist, wurde festgenommen. Er stammt aus Amsterdam und war der Polizei bereits wegen Drogendelikten bekannt. Er fing an, während einer Schweigeminute auf dem Damplatz in der Innenstadt zu schreien. Die Gedenkfeier fand anlässlich des 65. Jahrestags des Kriegsendes statt, an der neben Beatrix weitere Mitglieder der königlichen Familie teilnahmen. Sie wurden nach der Panik zur Sicherheit in eine Seitenstraße gebracht.

Feier wurde nach wenigen Minuten fortgesetzt

Die Feier wurde jedoch schon nach wenigen Minuten mit einer Kranzniederlegung und einer Rede von Ministerpräsident Jan Peter Balkenende fortgesetzt. Beatrix erschien zunächst erschüttert, zeigte sich dann aber erleichtert und lächelte. Zwtl: Erinnerungen an Apeldoorn Der Vorfall rief Erinnerungen an eine tödliche Amokfahrt während einer Parade zum Königinnentag in Apeldoorn im April vorigen Jahres wach. Ein 38-jähriger Mann durchbrach damals mit seinem Auto die Absperrungen und raste in eine Menschenmenge. Er riss sieben Menschen mit in den Tod. Sein eigentliches Ziel sei die Königsfamilie gewesen, erklärte der tödlich verletzte Amokfahrer noch am Tatort. Die letzten Sekunden der Amokfahrt waren live im Fernsehen zu sehen, weil Beatrix und ihre Familie, die in einem offenen Bus saßen, von Kamerateams begleitet wurden.

Quelle: rosenheim24.de

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