Merkel für längere Kurzarbeit-Regelung

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Berlin - Vor der Entscheidung des Bundeskabinetts über die Zukunft der Kurzarbeit-Regelung hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihren Willen zu einer Verlängerung um ein Jahr bekräftigt. Das könne sie sich gut vorstellen, sagte Merkel am Dienstag in Berlin.

„Ich stehe zu 100 Prozent zum Kurzarbeitergeld.“ Jedoch soll die Bezugsdauer dann von 24 auf 18 Monate reduziert werden. Das hatte schon Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) angedeutet.

Das Kabinett befasst sich an diesem Mittwoch mit dem Thema. Unternehmen könnten dann bis Ende 2010 einen Antrag auf Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter stellen. Die Regelung hat sich in der Krise gut bewährt. Experten schätzen, ohne das Angebot hätte es in Deutschland etwa eine halbe Million Arbeitslose mehr gegeben.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) forderte zusätzliche Maßnahmen des Staates zum Erhalt von Jobs. Es gebe Hinweise aus einer ganzen Reihe von Branchen, dass viele Betriebe das klassische Kurzarbeitergeld nicht mehr zahlen könnten. Er habe Minister Jung gebeten, mit Arbeitgebern und Gewerkschaften „über andere Möglichkeiten der Job-Sicherung“ zu reden, sagte Rüttgers am Dienstag in Düsseldorf.

Nötig seien flexible Regelungen. „Etwa jetzt weniger zu arbeiten und die ausgefallene Zeit bei besserer Auftragslage nachzuholen.“ Rüttgers nannte das von der IG Metall vorgeschlagene sogenannte kleine Kurzarbeitergeld einen „wichtigen Impuls, um die Arbeitsplätze über den Winter zu bekommen“.

Die Gewerkschaft hatte vorgeschlagen, dass schwer mit der Krise kämpfende Betriebe vorübergehend die 28-Stunden-Woche einführen dürfen. Dabei sollen für einen Teil der wegfallenden Stunden 25 Prozent des Lohns weitergezahlt und von Abgaben und Steuern freigestellt werden. Die Arbeitgeber hatten den Vorschlag begrüßt. Dagegen hatte das Arbeitsministerium den Vorstoß abgelehnt.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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