Minister: Motiv des Winnenden-Amokläufers unklar

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Bei dem Amoklauf in Winnenden am 11. März erschoss Tim K. 15 Menschen und sich selbst.

Stuttgart - Sechs Monate nach dem Amoklauf von Tim K. (17) in Winnenden und Wendlingen liegt das Motiv des Täters weiter im Dunkeln.

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“Die furchtbare Tat ist besonders für die Angehörigen eine Tragödie, an der sie sehr schwer zu tragen haben. Auch die Frage nach dem Warum wird niemand abschließend beantworten können“, sagte der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech (CDU) in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa. “Es gibt leider kein Patentrezept, Amoktaten zu verhindern.“ Bei dem Amoklauf am 11. März hatte der 17-jährige Tim K. 15 Menschen und sich selbst erschossen.

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Die Gesellschaft könne aber dazu beitragen, Gefahren früher zu erkennen. “Ein positives Schulklima zu schaffen und vorbeugende Maßnahmen sind sicher Handlungsansätze, die wir fortführen müssen. Mein Wunsch wäre, dass Eltern, Lehrer und Mitschüler sensibel reagieren, wenn sie merken, dass ein junger Mensch mit Problemen kämpft“, sagte Rech.

Das Erkennen sei allerdings häufig nicht leicht, räumte er ein. “Das Problem ist, dass potenzielle Amoktäter in der Regel eher unauffällig, zurückgezogen und nicht erkennbar gewaltbereit sind. Aus der Forschung wissen wir aber, dass im Vorfeld der Tat häufig Gewaltfantasien oder Hinweise auf die Planung einer Tat gegenüber Personen aus dem persönlichen Umfeld geäußert werden. (...) Es gilt deshalb, besonders Eltern und Lehrer, aber auch Schüler für solche Anzeichen zu sensibilisieren und vernetzte Hilfsstrukturen zu schaffen.“

dpa

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