Missbrauchsprozess: Angeklagter bleibt bei Teilgeständnis

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Familienvater Detlef S. bleibt bei seinem Teilgeständnis.

Koblenz - Der Angeklagte im Koblenzer Prozess um hundertfachen Kindesmissbrauch steht nach den Worten seines Verteidigers zu seinem Teilgeständnis.

 “Es ändert sich nichts daran“, sagte der Anwalt am Freitag im Landgericht. Im Gespräch mit einem Gutachter hatte der Familienvater Detlef S. das Teilgeständnis größtenteils widerrufen. Sein Mandant habe ihm berichtet, er sei bei der Unterredung überfordert gewesen, sagte der Verteidiger.

Der 48-Jährige aus Fluterschen im Westerwald hatte an früheren Prozesstagen zugegeben, seine Tochter jahrelang missbraucht und für Sex an andere Männer verkauft zu haben. Dem Mann wird auch vorgeworfen, seine Stieftochter, mit der er sieben Kinder hat, und einen Stiefsohn missbraucht zu haben.

Am Freitag sollten zwei Männer gehört werden, denen ebenfalls sexueller Missbrauch der beiden Töchter des 48-Jährigen vorgeworfen wird. Einer verweigerte die Aussage. Der Sachverständige begann am Nachmittag die Ergebnisse seiner Untersuchung vorzustellen.

Zunächst habe er Detlef S. zu seiner aktuellen Situation befragt. Der Angeklagte sagte, er sei vom Prozess beeindruckt. Er habe auch die Berichte in den Medien verfolgt und daraus erfahren, dass er als “Monstrum“ betrachtet werde. Kurz nach Beginn des Vortrags beantragte der Verteidiger des 48-Jährigen, die Öffentlichkeit von der Vorstellung des Gutachtens auszuschließen. Eine Entscheidung des Gerichts stand zunächst aus.

dpa

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