Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Heimleiter erhärten sich

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Blick auf den Eingang zum Martin-Luther-Haus für Kinder in Nürnberg. Eine heute 42 Jahre alte Frau hat dem früheren Leiter des Heims für verhaltensauffällige Jugendliche sexuellen Missbrauch vorgeworfen.

Nürnberg - Die Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Leiter eines Nürnberger Kinder- und Jugendheims erhärten sich.

In fünf eidesstattlichen Erklärungen würden “Übergriffe unterschiedlicher Art“ bezeugt, teilte die Stadtmission am Freitag mit. “Die Schilderungen der Frauen und Männer machen uns sehr betroffen, besonders da sie als Kinder und Jugendliche den Übergriffen hilflos ausgesetzt waren“, sagte Vorstandssprecherin Gabriele Sörgel nach einer Mitteilung.

Die Berichte stützten die Vorwürfe von Misshandlungen und sexuellen Übergriffen, erklärte Sörgel. “Das Geschilderte war und ist für uns in keiner Weise tolerierbar.“ Auch weitere Opfer wollten aussagen. Die Vorwürfe sollten nun im Rahmen eines Disziplinarverfahrens weiter verfolgt werden. Der heute 75-jährige Mann streitet die Vorwürfe ab.

Ausgelöst hatte die Welle der Anschuldigungen eine heute 42 Jahre alte Frau. Sie hatte dem früheren Leiter des Martin-Luther-Hauses vorgeworfen, er habe sie in den 1970er Jahren wiederholt ins Raucherzimmer des Heims gesperrt, dort geküsst und unsittlich berührt. Beim pädagogischen Reiten habe er ihr zwischen die Beine gefasst. Zudem habe er hin und wieder den Mädchen beim Duschen zugeschaut.

lby

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