Missbrauchte Patientin muss Kind nicht austragen

Limburgerhof - Die hirngeschädigten Pflegeheim-Patientin, die von einem Unbekannten missbraucht und geschwängert wurde, muss das Kind nicht austragen. Die Schwangerschaft wurde abgebrochen. 

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Wegen einer Gefährdung ihres Lebens durch das Austragen des schwerst geschädigten Kindes hat die gesetzliche Betreuerin nach ärztlicher Beratung die Abtreibung in der 24. Schwangerschaftswoche veranlasst, wie der Direktor des Hilfswerks Caritas in Speyer, Vinzenz du Bellier, am Donnerstag der Nachrichtenagentur DAPD auf Anfrage mitteilte. Ende März war bei einer gynäkologischen Untersuchung der 40-jährigen ledigen Patientin des Caritas-Pflegeheims im pfälzischen Limburgerhof die Schwangerschaft festgestellt worden. Sie war vor mehreren Jahren aufgrund einer Erkrankung reanimiert worden und bei der Wiederbelebung ins Koma gefallen.

Die Frau befindet sich nach Angaben des Caritas-Direktors aber nicht mehr im Koma, sondern ist auf einem sehr beschränkten Niveau bei Bewusstsein und ansprechbar. Wer sie geschwängert hat, versucht die Staatsanwaltschaft Frankenthal zu ermitteln. Vier Männer aus dem Pflegepersonal wurden über DNA-Tests als Täter ausgeschlossen. Derzeit laufen weitere Überprüfungen. Bellier sagte, über mögliche Konsequenzen aus der Tat sei die Caritas im Gespräch mit der zuständigen Heimaufsicht beim Landesamt.

DAPD

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