Mörder fühlte sich zu Schüssen "gezwungen"

Leipzig - Der mutmaßliche Doppelmörder von Groitzsch hat sich nach Angaben eines psychiatrischen Gutachters zu den Schüssen auf drei Menschen “gezwungen“ gefühlt. Doch das ist noch nicht alles:

Aus dem Archiv:

Wie Norbert Leygraf von der Universität Duisburg-Essen am Montag vor dem Landgericht Leipzig sagte, erklärte der Angeklagte Guido N. ihm gegenüber, er habe sich in der sächsischen Kleinstadt südlich von Leipzig terrorisiert gefühlt. Man habe ihn bestohlen und sein Eigentum zerstört, weshalb er sich nur noch mit einem Revolver bewaffnet auf sein dortiges Grundstück begeben habe.

Die Festnahme des mutmaßlichen Mörders von Groitzsch

Festnahme mutmaßlicher Mörder von Groitzsch

Die Festnahme von Guido N. im September 2010 in Kraiburg

Im August vergangenen Jahres hatte er laut Anklage zwei Männer erschossen, die er auf dem Gelände einer früheren LPG in Groitzsch angetroffen hatte. Er schoss auf beide, weil er sich von ihnen bedroht fühlte, sagte der Gutachter aus, der im Dezember acht Stunden lang mit dem Angeklagten gesprochen hatte. Vor der Polizei hatte er jegliche Aussage verweigert. Schon im April 2009 hatte er auf einen dritten Mann geschossen, der seinen Verletzungen später erlag. Diese Tat wurde als Totschlag angeklagt.

Zweitwohnsitz des mutmaßlichen Täters und Hardt-Haus Kraibu rg

Zweitwohnsitz des mutmaßlichen Täters und Hardt-Haus Kraiburg

Zu Beginn des Verhandlungstages hatte N. erklärt, dass er das Geschehen bedaure. Es tue ihm leid, was er angerichtet habe. Drei Menschenleben seien unwiederbringlich verloren. Dafür bitte er um Verzeihung.

dapd 

Quelle: rosenheim24.de

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