Dreifachmord: Gutachten angefordert

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Leipzig/Groitzsch - Im Fall des Dreifachmörders von Groitzsch gehen die Ermittlungsarbeiten weiter. Die Anklagebehörde will nun ein psychologisches Gutachten von Guido N. erstellen lassen.

Immer noch schweigt Guido N. zu seiner Anklage, drei Morde begangen zu haben. Das psychologische Gutachten soll zeigen, ob persönliche Umstände oder äußere Einflüsse ein Auslöser für seine Taten gewesen sein könnten. Das berichtet die Leipziger Volkszeitung (LVZ). „Es gibt zwar derzeit keine konkreten Hinweise darauf, dass der Tatverdächtige in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist. Allerdings weicht das Bild eines Menschen, der innerhalb von 18 Monaten drei Menschen ermordet hat, ohne dabei Anzeichen auf ein Motiv erkennen zu lassen, doch erheblich von der Norm ab.“ So Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz in der LVZ.

Hier geht´s zum Video der Pressekonferenz in Leipzig:

Video

Ein Augenzeuge berichtet von der Festnahme in Kraiburg:

Aktuell soll bald ein neuer Haftbefehl gegen Guido N. von der Staatsanwaltschaft erlassen werden. 72 Beamte arbeiten daran, dass der Mord an den beiden jungen Männern Patrick B. und Denis H. aufgeklärt werden kann. Die Ermittlungen am Tatort, also auf dem Landwirtschaftshof in der Langendorfer Straße, gestalten sich laut Jürgen Georgie, Leiter der Polizeidirektion Westsachsen, sowie Michael Kabuttke vom Polizeirevier Borna als „sehr komplex und unübersichtlich.“ Die Soko „Schrott“ bezieht auch den Mord an dem 27-jährigen Tino L. vom April vergangenen Jahres in ihre Ermittlungen mitein. „Wir sehen dort Aspekte, die gemeinsam zu überprüfen sind“, so Georgie in der LVZ.

Die Bilder der Festnahme:

Festnahme mutmaßlicher Mörder von Groitzsch

Neben rund 40 Bürgerhinweisen gebe es auch viele Gerüchte und Spekulationen, so die Beamten. Etliche Bürger seien auch verängstigt, zumal unter jüngeren Menschen die Nachricht "Du bist der Nächste" per SMS kursiere.

Der Zweitwohnsitz des mutmaßlichen Täters in Burghausen und das Hardt-Haus:

Zweitwohnsitz des mutmaßlichen Täters und Hardt-Haus Kraiburg

Im Moment sei die Polizei auf der Suche nach einem oder mehreren Tätern mit einer Schusswaffe. Auch der Eigentümer des Landwirtschaftshofes soll in die Ermittlungen eingeschlossen werden. Zu einem Gespräch mit ihm sei es bis jetzt aber noch nciht gekommen. 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Deutschland

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser