Familiendrama mit vier Toten

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Würzburg - Ein Familienvater aus dem unterfränkischen Himmelstadt hat wahrscheinlich seine Frau erschossen und danach seine beiden Buben getötet. Anschließend tötete der 39-Jährige sich selbst.

Das Motiv für die Tat war zunächst unklar, wie ein Polizeisprecher am Dienstag in Würzburg sagte. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten am Mittwoch weitere Einzelheiten bekanntgeben. Der Mann soll zuerst seine von ihm getrenntlebende Ehefrau im gemeinsamen Haus in dem Dorf am Main (Landkreis Main-Spessart) erschossen haben.

Danach war er nach bisherigen Informationen mit den Kindern nach Eger in Tschechien geflüchtet - das liegt nur wenige Kilometer von der bayerischen Landesgrenze entfernt. In einer Pension in Eger hatten Polizisten am frühen Dienstagabend die Leichen des Mannes und seiner fünf und sieben Jahre alten Söhne gefunden. Die zweifache Mutter war bereits am Dienstagmorgen tot in ihrem Haus entdeckt worden.

Unklar blieb, wann die 29-Jährige erschossen worden ist. Nachdem sie als vermisst gemeldet worden war, hatten Polizisten das Haus durchsucht und die Tote gefunden. Die Leiche wurde obduziert. Dabei stellten die Experten Schussverletzungen fest. Beamte entdeckten später den Wagen des Opfers in der Nähe der angrenzenden Bundesstraße 27. Das Auto war verschlossen. Es sollte später auf Spuren untersucht werden.

Himmelstadt hat etwa 1750 Einwohner. Das Dorf ist bayernweit bekannt, weil es hier das einzige Weihnachtspostamt des Freistaats gibt. Jedes Jahr landen etwa 60.000 Wunschzettel im himmlischen Dorf-Briefkasten.

dpa

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