Nach Massenkarambolage: Über 100 Autofahrer im Verdacht

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Auf der A2 verkeliten sich über 250 Fahrzeuge.

Braunschweig - Nach der Massenkarambolage auf der Autobahn 2 in Niedersachsen ermittelt die Polizei gegen mehr als hundert Autofahrer.

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Man habe das Unfallgeschehen am Sonntagabend , an dem zwischen Braunschweig und Peine binnen 20 Minuten insgesamt 259 Fahrzeuge beteiligt waren, mittlerweile in 68 Einzelunfälle aufgeteilt, sagte am Dienstag ein Polizeisprecher in Braunschweig. Bei der Mehrzahl der Unfälle gebe es nach ersten Erkenntnissen mehr als einen Verursacher. Gegen die betroffen Autofahrer werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung oder wegen Ordnungswidrigkeiten wie überhöhter Geschwindigkeit und zu geringem Sicherheitsabstand ermittelt, sagte Polizeisprecher Wolfgang Klages. Er forderte zudem eine schnelle Installation einer modernen Anlage zur variablen Begrenzung der Geschwindigkeit auf dem betroffenen Autobahnabschnitt.

Eine moderne, witterungsabhängig arbeitende Anlage erlaube bei Starkregen allenfalls eine Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern, betonte der Polizeisprecher. Östlich von Braunschweig habe man gute Erfahrungen mit einer solchen Anlage gemacht, die sich positiv auf die Unfallzahlen ausgewirkt habe. In dem Unfallgebiet zwischen Peine und Braunschweig stehen noch alte feste Tempo-120-Schilder.

Die Unfallserie auf der A 2 hatte sich nach einem heftigen Gewitterregen ereignet. Im Großraum Hannover und zwischen Braunschweig und Helmstedt wird die Geschwindigkeit auf der Autobahn bereits mit modernen variablen Anlagen geregelt. Auch Grüne und SPD im niedersächsischen Landtag forderten nach der Unfallserie eine durchgängige telematische Verkehrssteuerung auf der A 2. 

ap

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