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Der Erdrutsch hat in Nachterstedt zwei Häuser mehr als 100 Meter in die Tiefe gerissen und drei Menschen begraben.

Nachterstedt  - Zwei Tage nach dem Erdrutsch in Nachterstedt in Sachsen-Anhalt wollen die Bergungskräfte erneut versuchen, zu den drei vermissten Bewohnern vorzudringen.

Die drei Menschen waren am Samstag mit ihrem Doppelhaus in die Tiefe in einen Bergbausee gerissen worden. Die Bergungskräfte hatten wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche keine Möglichkeit, weiter vorzudringen. Die mehr als 40 Einwohner, deren Häuser evakuiert wurden, konnten für kurze Zeit in ihre Wohnungen zurück um persönliche Dinge zu holen.

Unter Begleitung von Rettungskräften hatten die Anwohner gestern Abend eine halbe Stunde, um erstmals seit dem Unglück von Samstagmorgen ihre einsturzgefährdeten Häuser wieder zu betreten. Gegen 21.30 Uhr kehrten sie mit Kisten und Säcken bepackt wieder auf sicheres Gelände zurück.

Erdrutsch: Haus in See versunken

Der Erdrutsch hat in Nachterstedt zwei Häuser mehr als 100 Meter in die Tiefe gerissen und drei Menschen begraben. Die Hoffnung für die Opfer schwand am Sonntag mit jeder Stunde, weil die Rettungskräfte wegen der Einsturzgefahr nicht zu den Trümmern vordringen konnten. Die Erde brach auf Hunderte Meter weg und stürzte in einen angrenzenden See. Das Gebiet wurde zur Katastrophenregion erklärt.

Die Bewohner der beiden in die Tiefe gerissenen Häuser wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Verschüttet wurden eine 48-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 50 und 51 Jahren.

Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche mussten 44 Menschen ihre Häuser verlassen. Diese sind auf unabsehbare Zeit - möglicherweise nie wieder - bewohnbar. Der nahe liegende Concordiasee entstand durch die Flutung des früheren Bergbaulochs und wird als Erholungsgebiet genutzt.

dpa/ap

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Quelle: rosenheim24.de

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