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Neue Verhütungsmethode: Mini-Ventil im Hodensack!

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So klein wie ein Gummibärchen: Die Samenleiterventile.
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Es könnte eine Revolution auf dem Markt der Verhütungsmethoden werden und soll 2018 für alle zugänglich sein: Ein Ventil, das in die männliche Samenleiter eingesetzt wird. 

Entwickelt hat dieses Konzept der Tischler Clemens Bimek aus Brandenburg. Schon im Jahr 2000 meldete er ein Patent für die "Absperrvorrichtung zur Kontrazeption zur Anwendung beim Mann" an. Sechs Jahre später folgte der Prototyp. 

Bimek selbst hat sich als bisher einziger Mann ein solches Ventil einsetzen lassen, in vier Operationen wurde es bei ihm angepasst. Künftig soll dies aber in einer halbstündigen, ambulanten OP mit einer Betäubung des Hodensacks möglich sein. 

Der Entwickler beteuert, dass seine Libido darunter nicht gelitten habe und es zu keinerlei gesundheitlichen Beeinträchtigungen komme. 

Schalter umlegen und zeugungsfähig werden

So sieht sie aus: Die mögliche Revolution auf dem Verhütungsmarkt.

Im geschlossenen Zustand unterbindet das Ventil den Fluss der Spermien an der Samenleiter, der Mann kann aber dennoch normal zum Höhepunkt kommen und ejakulieren. Besteht ein Kinderwunsch, kann der Mann sozusagen einen Schalter umlegen, den er in seinem Hodensack unter der Haut ertasten kann. Der Samen kann wieder ungehindert fließen.  

Die Samenleiterventile sollen laut Unternehmensangaben so groß sein wie ein Gummibärchen (7x11x18 Millimeter) und zwei Gramm leicht. 

Der Preis für das Bimesk SLV soll bei 5.000 Euro für die beiden Samenleiterventile sowie den Eingriff liegen. Sollten die Ventile in die Serienfertigung gehen, dürfte dieser Preis aber noch fallen. 

Diese Vorteile soll die neue Verhütungsmethode haben:

  • Anders als bei einer Vasektomie bleibt die Zeugungsfähigkeit erhalten und ist flexibel "einschaltbar"
  • Verhütung wird mehr zur Männer- und weniger ausschließlich zur Frauensache
  • Das Bimek SLV soll lebenslang halten
  • Es ist eine hormonfreie Verhütungsmethode
  • Es gibt einmalige Kosten für die Einsetzung, danach keine Folgekosten mehr, etwa für Kondome oder die Pille

Wer nun Interesse hat und sogar Proband für die klinische Studie werden will, kann sich über dieses Formular bewerben

mg

Quelle: rosenheim24.de

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