Staatsanwaltschaft gibt Ermittlungsergebnisse bekannt

Nach Armbrust-Drama in Passau: So starben die Frauen in Niedersachsen

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In Wittingen wurden zwei Frauenleichen gefunden, die in Zusammenhang mit den Toten aus Passau standen.
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Niedersachsen/Passau - Wenige Tage nachdem in einer Passauer Pension drei von Armbrustpolzen getötete Menschen gefunden wurden, entdeckte man im Mai zwei Frauenleichen in der Wohnung eines der Opfer in Niedersachsen. Nun gab die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungsergebnisse in dem Fall bekannt.

Es gibt endlich Gewissheit im Fall der Armbrust-Morde von Passau, die sich im Mai ereignet hatten. Denn was mit den beiden Frauen geschehen war, die tot in der niedersächsischen Wohnung eines der Opfer aus Passau gefunden wurden, blieb lange ungeklärt. Nun haben die Ermittlungen eindeutig ergeben: Die beiden haben sich das Leben selbst genommen

Am Samstag, den 11. Mai wurden die drei Toten (zwei Frauen mit 33 und 30 Jahren und Torsten W.) in einem Pensionszimmer in Passau entdeckt. Alle drei Körper waren mit Pfeilen gespickt, die Polizei stellte drei Armbrüste sicher. Der Mann und die 33-Jährige lagen Hand in Hand auf dem Bett, die zweite Frau, die aus Niedersachsen stammte, lag auf dem Boden.

Einige Tage darauf fand man dann in der Wohnung der 30-Jährigen in Wittingen zwei weitere Frauenleichen. Bei einer der Toten handelte es sich um die Lebensgefährtin der 30-Jährigen. Auch sie sollen der selben sektenähnlichen Gruppe angehört haben, wie die Opfer in Passau. 

Im August gab dann die Staatsanwaltschaft Passau ihre Ermittlungsergebnisse bekannt. Alle drei Opfer aus Passau seien durch Selbstmord, beziehungsweise Tötung auf Verlangen ums Leben gekommen. Sie haben geglaubt, so in die nächste Ebene überzutreten, wo sie eine neue Welt erschaffen würden. 

Ähnlich verhielt es sich bei den beiden toten Frauen in Niedersachsen. Auch sie haben gemeinschaftlichen Suizid begangen, teilte die Staatsanwaltschaft Hildesheim im September mit. Man habe im Blut der Frauen einen Medikamentencocktail feststellen können, der dies eindeutig belege. Die Ermittlungen wurden daher eingestellt, berichtet unser Partnerportal merkur.de

Hinweis der Redaktion

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

jv

Quelle: rosenheim24.de

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